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tum,  sondem  einsach  die  natürliche  Kraft  der  Eigeminstintte,
die  sich  gegen  etwas,  was  das  Gepräge  fremder  Art
an  sich  keigt,  behaupten  will!

Der  Elsässer  ist  in  dieser  Beziehung  nicht  anders  zu
beurteilen  als  der  Badener,  der  Würtemberger,  der  Baier,
der  sich  gegen  Ost=  und  Norddeutsches  wehrt  und  sich  das
Gut  provinzieller  Eigentultur  peinlich  wahren  möchte.  So
haben  sich  doch  noch  nicht  die  Grenzen  zwischen  Norden,
Osten  und  Süden  in  deutschen  Landen  verwischt,  wie  der
Verfasser  der  Kulturartikel  annimmt.  Wenn  man  im  Elsaß
viel  weniger  als  in  anderen  süddeutschen  und  westlichen
Gebieten  dem  Widerspruch  offenen  Ausdruck  gibt,  so  liegt
das  in  der  Vorsicht  und  Behutsamkeit,  die  hierzulande
herrscht  und  natürlich  auch  herrschen  muß.  Ein  Badener,
Würtemberger  oder  Baier  darf  manches  sagen,  was  einem
Elsässer  schwer  verdacht  wird;  durch  die  loiale  Haltung,  die
viele  Elsässer  in  der  Gegenwart  dem  Deutschtum  und  dessen
Trägern  aus  Altdeutschland  gegentüber  einnehmen,  darf
man  sich  nicht  täuschen  lassen;  pflegt  man  doch  das  Widerstreben
  gegen  „das,  was  von  drüben  kommt"“,  zäh  weiter.
Daß  sreilich  diese  Dualität  den  elsässischen  Volkscharakter
nicht  günstig  beeinflußt,  liegt  auf  der  Hand.

Daß  bei  dieser  Ablehnung  des  altdeutschen  Wesens  das
„unpathetische,  unsentimentale“  Temperament  des  Eljässers
eine  wichtige  Rolle  spielt,  wie  Flake  heworhebt,  ist  unbestreitbar.
  Daß  es  natürlich  auch  pathetische,  sentimentale
Elsässer  gibt,  ist  dadurch  nicht  ausgeschlossen;  es  handelt  sich
bei  solchen  Beurteilungen  doch  nur  um  Durchschnittsbeurteilungen,
  bei  denen  Versuche,  Tendenzen,  Richtungen,
Strebungen  nach  einer  Seite  festgestellt  werden.

Und  da  wird  man  doch  im  allgemeinen  in  der  Tat
sagen  kömen,  daß  der  Elsässer  vor  anderen  deutschen
Stämmen  besondere  Anlagen  und  Neigungen  zu  nüchtermer,
allzu  verstandesmäßiger  Lebensauffassung  hat.  Er  hat  einen
besonders  ausgesprochenen  Sinn  für  das  Reale,  greifbare,
unmittelbar  Nützliche;  was  darüber  hinaus  liegt,  gewinnt
schwerer  sein  Interesse.“)  Die  Begeisterung  für  derartig
Ideelles  oder,  besser  gesagt,  die  Art  und  Weise,  in  der
solche  Begeisterung  unter  Alkdeutschen  auftritt,  kommt  ihm
leicht  als  etwas  Gemachtes,  Gezwungenes,  lbertriebenes  vor:
er  ist  mißtrauischer  als  Altdeutsche  gegen  Gefühlsäußerungen
aller  Art,  es  erscheint  ihm  jedenfalls  unnatürlich,  daß  man

infolge  seiner  durch  den  Bildungsschwindel  b
Zp

)  Eben  1
wirkten  geistigen  Beschräultheit.  Sp.