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sich  in  seinen  Empsfindungen  nach  außen  so  ofsen  darstellt.“)
Ich  möchte  sicherlich  nicht  sagen,  daß  der  Elsässer  gemütlos
wäre,  aber  er  verschließt  sein  Genrüt  mehr  vor  der  Außenwelt,
  läßt  nicht  ohne  weiteres  jeden  in  sein  Inneres  blicken;
freilich,  wo  man  so  zurückhaltend  ist  inbezug  aus  Gesühlsäußerungen,
  lann  der  Mensch  auch  leichter  an  Kraft  der
Empsindungssähigleit  einbüßen.  So  mag  es  dahingestellt
bleiben,  ob  der  Elsässer  bei  seiner  allzu  großen  Scheu  vor
der  Darstellung  von  innerem  Empsindungsleben  z.  B.  einen
etwas  weniger  auegebildeten  Sinn  für  die  Natur  und  ihre
Schönheiten  hat;  jedenfalls  hat  man  über  die  Naturschwärmerei
  der  Altdeutschen,  also  der  Leute  vom  Vogeseuklub,
  sich  innerlich  schon  viel  lustig  gemacht.  Darum  schlage
ich  die  Bedeutung  dieses  Germanisationssaktors  im  Gegensatz
  zu  Dr.  Ruland  geringer  an.  Man  läßt  sich  des
Vogesenllubs  Psade,  Hütten  usw.  gern  gefallen,  geht  auch
in  die  Berge  und  mehr  wie  früher,  aber  im  Grunde  ist
diese  Vogeseuschwärmerei  doch  „Schwobedings“  und
„Schwobeplän“.  Aus  der  Eisenbahn  sagte  mir  einmal  eine
biedere  Bürgersfrau  aus  Schlettstadt,  als  ich  ihr  im  Gespräch
  mitteilte,  ich  wolle  in  die  Vogesen:  „Ich  weiß  nit,
was  sie  jetz  so  a  Wese  mache  mit  denne  Berri;  früher
isch  mer  als  au  uff  d’  Berri  gange  un  het  sich  luschti  gemacht,
  aber  jetzt  heißt  es  nur  immer:  In  die  Vogesen,  in
die  Vogesen.“

Aber  so  sehr  die  Elsässer  iunerlich  altdeutschen  Kultureinslüssen
  Widerstand  entgegensetzten,  sie  sind  doch  sichtbarlich
  im  Vorrücken  begrissen,  sie  saungen  an  mit  einer
Tünche  elsässisches  Wesen  und  Art  zu  bedecken,  schon  tritt
deutlich  zutage,  wie  das  aus  den  unteren  Schichten  des
Bauern=  und  Arbeiterstandes  sich  emporentwickelnde  Volkstum
  Züge  an  sich  trägt,  die  alle  Anzeichen  des  Ursprungs
von  jeuseit  des  Rheins  an  sich  tragen;  immer  mehr  kann
man  in  allen  gehobenen  Berufskreisen  jeue  Elsässer  entdecken,
  die  so  altdeutsch  auflackiert  sind,  daß  man  sie  kaum
noch  von  denen  unterscheiden  kaun,  deren  Wiege  an  der
Spree  oder  Elbe  oder  Oder  gestanden").  Der  Elsässer  be-*)

  Liegt  nicht  in  jenen  uns  Elsäsier  abstoßenden  Gefühleäußerungen,
  bei.  altdeutscher  Damen,  manchmal  auch  eine  Urt
Bildungoschwindel,  der  bloß  auf  einem  andern  Gebiet  liegt?  Sp.

as  erinnert  mich  an  einen  Altelsässer,  der  mir  auf  meinen
Einwand:  „Das  murß  doch  den  Mann  beleidigen.“  erwiderte,  indem
er  sich  stolg.  in  die  Brust  warf:  Den  Mann  kann  doch  ich  nicht
beleldigen,  ich  bin  doch  sein  Vorgesetzter.“  Dies  ist  genau  der
Standpunkt,  durch  den  die  Preußen  unser  Land  entgermanisiert
haben.  indem  sie  es  „germanisieren“  wollten.  Hätten  sie  ihn