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zur  Vollkrast  entwickelt  und  sich  in  seiner  alten  augestaumten
Art  behauptet.  Er  muß  nur  sich  wieder  besinnen,  die
Grundlagen  seines  elsässischen  Wesens  nur  in  Verbindung
halten  mit  den  Wurzeln  seines  elsässischen  Volkstums;  dies
ist  aber  nur  der  Fall,  wenn  er  nicht  auf  einer  gewissen
materiellen  und  geistigen  Höhenlage  die  Sprache  dieses
elsässischen  Volkstums  preisgibt;  und  aus  das  Elsässischedeutsche
  nicht  französische  Sprache  und  französische
Oberflächenkultur  auspfropft.  Die  Entwurzelung  der
elsässisch  gebildeten  Schichten  durch  Preisgabe  ihrer  deutschen
Sprache  das  ist  das  Geheimnis  der  Schwäche  des
Elsässers  gegenüber  den  seine  Eigenkultur  bedrohenden
altdeutschen  Kultureinslüssen.  All  das  wertvolle  Gut,

in  der  elsässisch  =  allemannischen  Volksseele
steckt,  kann  nur  zur  rechten  Entwickelung  und  Entfaltung
kommen,  wenn  die  Gebildeten  elsässischen  Stammes
auch  in  der  sprachlichen  Welt  bleiben,  von  der  sie  kommen,
nämlich  der  deutschen,  und  mit  vollem  Bewußtsein  die
Sprache  der  höheren  deutschen  Geisteskultur  übemehmen.
Das  Sprachen  problem  ist  und  bleibt  das  eigentliche
  Problem  der  elsässischen  Kultur!  Altdeutsche
im  Elsaß  haben  dafür  gewöhnlich  nicht  viel  Verständnis,
ein  bischen  Französisch  macht  sich  ja  auch  gar  gut,  sie  beneiden
  wohl  noch  die  Elsässer,  daß  sie  ihren  Kindem  durch
die  Doppelsprachigkeit  das  Französische  spielend  nahebringen:
aber  durch  diese  Verständnislosigkeit  der  Altdeutschen
sollte  der  Elsässer  sich  ja  nicht  täuschen  lassen!  Er  müßte
sich  klar  sem,  daß  durch  diese  Doppelsprachigkeit,  die  in  den
oberen  elsässischen  Schichten  herrscht,  und  den  mittleren  und
unteren  als  das  Ideale  erscheint,  die  Einheitlichkeit,  die  gesammelte
  Kraft  der  Volksseele  verloren  geht,  so
daß  kein  Wunder  ist,  daß  der  Elsässer  insolge  dieses  halben,
gebrochenen,  zwitterhasten  Wesens  ins  Hintertrefsen  gerät
und  geistig,  kulturell  verarmt,  verödet.  Diese  geistige
Verarmung  und  Unproduktivität,  eine  Folge  des  srochlichen
  Doppellebens,  kann  natürlich  lange  mit  einer  verhältnismäßig
  bedeutenden  sormalen  geischen  Beweglichkeit
und  Gewandtheit,  wie  sie  dem  Elsässertum  eigen  ist,  verbunden
  sein.  Die  französische  Sprache  mag  natürlich  im
Elsaß  vermöge  seiner  Lage  und  Geschichte  besondere  Bedeutung
  haben;  darum  treibe  man  es  so  viel  man  kann,
aber  als  sremde  Sprache,  wie  jede  andere  fremde
Sprache;  der  Elsässer  dars  sich  nicht  an  diese  Sprache
verlieren,  weil  er  damit  die  Gumdlagen  seiner  geistigen
Existenz  in  Frage  stellt.  Also  Einfühlung  in  das  Deutschtum,