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wmicken?  Die  Doppelzüngigkeit  und  Unzuverlässigkeit  des  unebildeten
  elsässischen  Bürger-  und  Bauerntums  in  nationalen
*  die  Stoskopf  in  so  überaus  beschämender  Weise  in
einem  „Herr  Mär“  und  im  „Hoflieferant“  gegeißelt  hat,
ß  schließlich  aus  der  politischen  Entwickelung  unseres  Landes
heraus  zu  begreifen  und  durch  die  Fehler  der  verkehrt  germanisierenden
  Regierung  teilweise  zu  entschuldigen.  Wenn
aber  Gebildete  in  dasselbe  Laster  verfallen,  so  dürfen  sie  auf
keine  Nachsicht  bei  charakterwollen  Menschen  zählen.  Ein
Schwächling,  wer  trotz  besserer  Einsicht  vor  dem  französisch
parlierenden  Publikum  der  elsässischen  Städte  und  Kleinstädichen
  die  Segel  streicht.  Ein  übel  beratener  junger  Mann
zum  mindesten,  wer  sich  krampfhaft  Mühe  gibt,  in  der  Fertigkeit
  des  Französischsprechens  mit  diesen  Leuten  in  den  Wettbewerb
  zu  treten,  um  nicht  von  ihnen  von  oben  herab  angesehen
zu  werden!  Ja,  ich  bin  so  ungalant,  selbst  die  Beugung  der
besseren  männlichen  Einsicht  unter  weibliche  Borurteile  für
sittlich  reichlich  anfechtbar  zu  erklären.  Unzweifelhaft  gebührt
auch  bei  diesem  Sündenfalle  des  Mannes  der  Eva  der  Hauptanteil
  der  Schuld.  Ein  „ungebildeter  Altelsässer“  —  der  mit
dem  Verfasser  des  Artikels  in  Nr.  961  übrigens  so  wenig  identtsch
ist,  wie  jener  mit  mir  —  bekennt  sich  unzugänglich  für  den  Trost,
das  Französischparlieren  in  den  elässischen  Städten  sei  doch
weiter  nichts  als  eine  „Kinderkrankheit“.  Er  erwidert  darauf
treffend  in  der  „Deutschen  Welt“:  Es  sei  schon  vielmehr  eine
ansteckeude  Kinderkrankheit  und  nachgerade  eine  „chronische“,
wenn  man  nicht  lieber  die  Fortschritte  der  „Berwelschung  im
Elsaß  auf  eine  Weiberkrankhei#t,  bezw.  auf  eine  Krankheit
weibischer  Männer"  zurückführen  wolle.  Jedenfalls  hätte  Dr.
Möbius  für  seine  chrite  r  sysiologische  Schwachsinn  des
Weibes“  keinen  bessern  Beleg  finden  können,  als  die  traurige,
auch  von  Dr.  Ruland  bezeugte  Rolle,  die  das  vornehm  sein
wollende  Weib  hierzulande  beim  Selbstmord  unseres  elsässischen
Volkstums  spielt“.  Dies  ist  nun  zwar  nach  meinem  Empfinden
„hanebüchen“  grob  geredet;  aber  —  es  ist  wahr.“")  Bei  den
Damen  ist  diese  Versündigung  auch  schließlich  zu  begreifen  und
darum  zu  verzeihen.  Es  muß  ja  für  sie  ungemein  schmerzlich
sein,  von  dem  feinen  Französisch,  das  sie  in  einer  elsässischen
oder  französischen  Töchterschule  mühsam  gelernt  haben,  im
6)  )  Wem  allerdingo  dieser  ungebildete  Altelsässer-  aus  den
Fortschritten  dieser  „Krankheit=  in  unserem  Lande  neulich  cuif  dem
Alldeutschen  Verbandstage  in  Wiesbaden  den  Schluß  gegogen  hut  hat,
seine  Heimat  sei  unter  diesen  Umständen  für  eine  eigene  bundes
staaliche  Verfassung  noch  nicht  reif,  so  scheint  er  mir  ungerechtferti

*  cine  rein  kuliurelle  Angelegenheit  auf  das  deikle  E
Gebiet  hinübergesplelt  zu  haben.