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des  Ascheubrödels  verurteilen  und  unseren  Kindern  die  Muttersprache
  vorenthalten,  in  der  wir  selber  denken  und  reden  gelernt
haben.  Mögen  uns  manche  altdeutsche  Offiziers-  und  Beamtenfamilien
  in  diesem  Stücke  leider  Gottes  nochso  sehr  mit  schlechtem
Beispiel  vorangehen,  wir  Elsässer  nehmen  doch  auch  sonst  ihre
nationalen  Schwächen  nicht  an  und  belasten  als  geborene
Satiriker  noch  manche  anderedeutsche  Absonderlichkeiten  mit  dem
Makel  der  Lächerlichkeit.  Zudem  findet  das  Kind  altdeutscher
Eltern,  mag  es  auch  schon  in  zarter  Jugend  einer  französischen
„bonne'  überantwortet  werden,  in  seinem  Elternhause  doch
in  allen  Fällen  so  viele  deutschen  Bildungselemente  vor,  daß
es  von  dem  deutschen  Kulturmutterboden  beim  besten  Willen
nicht  ganz  abgetrennt  werden  kann.  Wer  kennt  aber  nicht
elsässische  Kinder  in  Menge,  bei  denen  dies  der  Fall  ist,  und
deren  Eltern  sich  auf  diese  Benachteiligung  ihrer  Sprößlinge
noch  etwas  zu  gute  tun!

Wahrhaftig,  es  ist  hoch  an  der  Zeit,  daß  wir  Elsässer  unsere
sprachlichen  Vorurteile  nüchtern  und  gründlich  revidieren.  Wir
müssen  uns,  um  ein  Wort  des  vensündigen  Verfassers  des
Artikels  in  Nr.  951  dieses  Blattes  zu  wiederholen,  darüber
„tlar  sein,  daß  durch  die  Doppelsprachigkeit,  die  in  den  oberen
elsaässischen  Schichten  herrscht,  und  den  mittleren  und  unteren
als  das  ideale  erscheint,  die  Einheitlichkeit,  die  gesammelte  Kraft
der  Volksseelc  verloren  geht,  sodaß  kein  Wunder  ist,  daß  der
Elsässerinfolge  dieses  halben  gebrochenen
zwitterhaften  Wesens  ins  Hintertreffen
gerät  und  geistig,  kulturell  verarmt,  verödet
  .  .  Die  französische  Sprache  mag  naturich  im  Elsaß
vermöge  seiner  Lage  und  Geschichte  besondere  Bedeutung
haben;  darum  treibe  man  sie  so  viel  man  kann,  aber  als  fremde
Sprache,  wie  jede  andere  Sprache,  der  Elsässer  darf  sich  nicht
au  diese  Sprache  verlieren,  weil  er  damit  die  Grundlagen
seiner  geistigen  Existenz  in  Frage  stellt.“

Sollte  die  Hoffumig  gar  zu  überschwänglich  sein,  für  diesen
Ruf  nach  elsässischer  Selbstkritik,  für  diesen  Appell  an  unsern
Selbsterhaltinigstrieb  verstämdnisvolle  D#e  im  Lande  zu
finden?  Str.  Post  1174  (vom  27.  Weinmonat  1907).

Nachwort  hierzu.

Auch  diesem  Aussatz  widmet  das  Journal  de  Colmar
in  Nr.  88  eine  Erwiderung.  Sie  beginnt  mit  den  Worten:
„Es  ist  schon  oft  gesagt  worden,  daß  die  Elsässer,  die  aus
Interesse  oder  Geschmack  ins  Lager  der  Alldeutschen  übergegangen
  sind,  unsere  schlimmsten  Gegner  winrden  und  in
ihrem  unbesonnenen  Eifer  den  alldeutschen  Alldeutschen