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um  sich  eines  solchen  Mannes  zu  freuen?  Sie  hat  ganz
andere  Interessen  und  andere  Sterne.  Da  wollen  wir
froh  sein,  daß  unsere  elsässische  deutsche  Kulturentwicklung
sich  ihre  Ideale  nicht  von  auswärte,  vielleicht  gar  von
Berlin  holt,  ?)  sondern  sie  sich  selber  schafft,  wenn  es  auf
diese  Art  auch  etwos  langsainer  vorangeht.

Ganz  unverständlich  aber  ist  mir  der  Rat,  man  solle
Elsaß-Lothringen  ja  noch  länger  unselbständig  lassen,  es  bedürse
  immer  noch  der  Reichsvormundschaft,  sonst  werde  es
sich  noch  mehr  nach  der  französischen  Seite  hin  entwickeln)
  Gewiß,  den  Einzelnen  drückt  es  nicht  fühlbar,
  daß  wir  Deutsche  zweiter  Klasse  sind;  aber  es  hat
einen-  gewissen  Gefühlswert,  es  liefert  fortwährend
Stoff  zur  Agitation,  und  das  ist  unklug.  Liebe  zum
deutschen  Wesen  uns  abtrotzen  wollen,  das  widerspricht
jeder  Pädagogik  und  Psychologie.

Die  Entwicklung  des  Elsaß  geht  iett  schon  immer
mehr  und  mehr  zum  Deutschtum  hin.  Sie  wird  noch  gehindert
  durch  das  Mißtrauen,  das  wir  5)  da  und  dort
zu  flihlen  bekommen.  Fällt  das  einmal  fort,  so  wird  die
deutsche  Art  noch  viel  freier  zum  Ausdruck  konnnen.  Und
wenn  auch,  besonders  in  den  Kleinstädten,  wo  man  von
Bildung  ja  immer  einen  etwas  anderen  Begriff  hat,  als
im  Strom  der  Welt,  noch  einige  Jahre  weiter  parliert
wird,  was  schadets?  2)  Sie  werden  schon  aus  dem
französischen  Schmollwinkel  herauskommen,  wenn  sie  sehen,
daß  die  Weltgeschichte  auch  ohne  sie  weitergeht.  Es  heißt
auch  da:  Nichts  zwingen  wollen  und  Zeit  lassen.

Zum  Schluß  möchte  ich  noch  auf  einen  Umstand  hinweisen,
  der  geeignet  ist,  das  Urteil  über  die  Vorliebe  des
Elsässers  für  die  französische  Sprache  zu  fälschen.  Von
Jahr  zu  Jahr  wächst  die  Zahl  von  gebildeten  Elsässern,  die
nicht  mehr  im  Stande  sind,  sich  geläufig  französisch  zu
unterhalten.  Aber  diese  treten  in  den  Hintergrund  vor  den
Causeurs.  Es  ist  ihnen  schwer,  den  Standpunkt  der  Einonchigffen
  öffentlich  zu  verteidigen,  weil  ihnen  jeder  Halb.
oder  Viertelgebildete,  der  einige  französische  Redensarten

*E*5  Fute,  dies  Büchlein  einpfiehlt  auch  keine  Kulturideale
„von  auswärt
7  *x  imein  Nachwomt  S.  46
Wer  will  sie  Jabtrotzen!  N  Deutschen  zweiter  Klasse
macht  4  der  Alblie  zaberot  selbst
Wer  sind  die  „wir“"?  Den  znonen  ibow.  vous,  S.  54  gegenüber
  KW  zedensalls  ossn  Mißtrauen  Pebor
Sobald  das  Parlieren  einma  *  Sirunte  gilt,  ist
umsere  Sache  gewonnen.  Jetzt  gilts  aber  noch  als  höch  ste  Bildung.