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dessen,  was  einmal  da  war,  bald  politisches  Bedürfniß,
bald  Nothwendigkeit,  Gesellschaft  gegen  Gesellschaft
  zu  schließen.  Man  muß  also  bei  Beurtheilung
solcher  Consociationen  —  man  nannte  sie:  Orden  —  nach  den
verschiedenen  Jahrhunderten  den  Gesichtspunkt  ändern.  Das
Institut,  das  oft  Schwärmer  und  Narren  angefangen  haben,
benützen  oft  kluge  Köpfe.  Das  alte  Gerüst  stehr  oft
noch  da,  aber  hinter  demselben  ist  schon  ein  neues  aufgeführt
worden.  Es  konnte  desto  sicherer  aufgebaut  werden,  weil  man
hinter  das  Alte  baute.  Was  anfangs  bloß  ascetische  Zwecke
hatte,  hat  sich  oft  auf  politische  Zwecke  verändert;  dasselbe
Insiitut  hat  sich  veredelt  und  verschlimmert,  ist  in  unseren
Zeiten  lächerlich,  während  es  den  Alten  ehrwürdig  war!  Nicht
selten  ist  das  Spielwerk  geworden,  was  anfangs  große
Zwecke  hatte.

Man  sieht,  wie  höchst  dürre  raisonnirend  die  allgemeinen
Urtheile  sind,  die  man  über  Orden,  Consociationen  überhaupt
fällt,  wie  äußerst  schief  das  Raisonnement  über  Zuläßigkeit
solcher  Consociationen  in  einem  Staate  überhaupt  werden
muß.  Man  darf  nur  die  Gründe  für  und  gegen  die
Orden  in  der  katholischen  Welt  betrachten:

4)  Einer  der  entscheidendsten  Gründe  dagegen  ist:  daß
jede  solche  Gesellschaft,  so  unschuldig  sie  auch
in  ihrem  ersten  Aufang  sey,  am  Ende  immer  vergrößert,
  für  die  übkige  Gesellschaft  ein  Druck
wird,  weil  Alles  sich  zusammen  in  Eins  schlietzt,  das  Interesse
  des  Einzelnen  in  der  Gesellschaft  Interesse  der  ganzen
Gesellschaft  wird,  Jeder  außer  dem  Kreise  sich  nicht  so  befoͤrdert,
  nicht  so  hervorgehoben  sieht.  —  Wer  den  Consociationen
bat  das  Wort  sprechen  wollen,  hat  mit  Grund  dagegen  bemerkt,
  daß  das  ganze  Argument  nichts  weiter  beweise,  als
daß  jede  solcher  Consociationen  von  Zeit  zu  Zeit  reformirt