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weniger.  Ueherhaupt  mußten  die  Geistlichen  diesen  Moͤnchen
in  Vielem  nachahmen,  weil  einmal  das  Volk  forderte,  daß
man  es  dem  Pfarrer  im  Ort,  von  der  Fußsohle  an  bis  an
den  Scheitel,  ansehen  solle,  er  sey  der  Frömmste  im  Ort.

2)  Nichts  aber  that  den  Geistlichen  dabei
mehr  wehe,  als  daß  sie,  wie  diese  Selbstverschnitteuen,
  von  keinem  anderen  Geschlecht  wissen  sollten.
  Schon  im  vierten  Jahrhundert  fing  man  an,  ibnen
in  Kirchengesetzen  zu  befehlen,  sich  in  dieser  selbsterwählten
Heiligkelt  von  Mönchen  nicht  übertreffen  zu  lassen.  Aber  sie
bielten  sich  damals  noch  durch  Schwestern  schadlos,  und  das
Gesetz  konnte  so  lange  nicht  herrschend  werden,  bis  sich  endlich
die  Mönche  iselbst  in  alle  geisiliche  Aemter  gedrängt  hatten.
Leichter  und  sschneller  ging  aber  nichts,  als  dieses.  Schon  im
vierten  Jahrljundert  wurden  die  meisten  Bischöfe  aus  den
Klöstern  gen  ummen,  weil  man  von  dorther  die  gelehrtesten
Fünglinge  haben  konnte.  In  einem  minder  kultivirten
Zeitalter  erzeugen  sich  Observanzen  oft  selbst
schon  durch  einzelne  Beispiele,  wie  sich  der  schwächste
Kopf  immer  am  leichtesten  an  etwas  gewöhnt.  Eine  Bischofsstelle,
  die  dreimal  von  Mönchen  besetzt  war,  vertrug  keinen
Audern  mehr,  so  wie,  wenn  man  einmal  den  Bischof  unverbeirathet
  sah,  man  sich  zuletzt  ärgerte,  wenn  nur  der  Diaconus
  außer  der  Kirche  noch  eine  Sponsa  hatte.

5)  Auch  auf  die  Pönitenzen  in  der  Kirche
hatten  die  Kloster-Pönitenzen  Einfluß.  Der  orientalische
  Mönch  hatte  den  Hang  zur  Grausamkeit,  den  man
bei  allen  Melancholischen  findet;  er  züchtigte  sich  selbst  auf
eine  Art,  die  jeden  Andern  außer  ihm  selbst  hätte  erbarmen
mögen.  Das  Blut  seines  Rückens  floß  unter  seiner  unbarmberzigen
  Faust,  er  war  mit  der  ganzen  Freude  des  Selbstgesühls,
  daß  dieses  in  den  Himmel  bringe,  sein  eigner  Henker.