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der  ihn  in  der  Hoͤhle  fuͤtterte,  war  ein  Mbnch  aus  einem
benachbarten  Kloster,  der  ihm  von  Zeit  zu  Zeit  von  einem
Felsen  ein  Stuͤck  Brod  herabließ.  Einmal  entdecken  ihn  Hirten,
  die  in  der  Gegend  Schafe  weiden,  sehen  ihn  aber  fuͤr
ein  wildes,  reißendes  Thier  an,  wollen  ihn  fangen,  bis  er
endlich  seine  Stimme  hoͤren  laͤßt,  anfängt,  ihnen  zu  predigen.
Das  entdeckte  vermeinte  Waldthier  ward  in  kurzer  Zeit  ihr
Apostel;  allgemeiner  Nuf  in  der  umliegenden  Gegend:  ein
Gottesmann  endeckt!  Den  Teufel  mit  einem  Horn  und
Dreifuß  sah  er  verschiedene  Male,  zuͤchtigte  ihn  aber  einmal
gar  scharf;  Mabillon  sagt:  alapa  bercussit  diabolum.  Es
kommt  die  Nachricht  von  den  Wundern,  die  er  thur,  endlich
in  ein  benachbartes  Kloster.  Die  Mönche  lassen  ihm  keine
Ruhe  (es  war  ein  orientalisches  Mönchskloster),  er  solle  ihe
WVorsteher  werden,  als  heiliger  Mann  ihnen  die  Lebensart.
bestimmen.  In  dem  Klosicr  spukte  der  Teufel.  Die  Mönche
empörten  sich  gegen  seine  Disciplin  und  wollten  ihn  im
Weine  vergisten.  (Der  Einsiedler  muß  also  voch  ulcht  so
streng  ägyptisch  gelebt  haben,  wenn  er  Weintrank.).  Man
bringt  ihm  den  Weinbecher,  er  macht  ein  Kreuz  darüber;  der
Weinbecher  platzt,  die  Mönche  sind  beschämt,  der  Gottesmann
retirirt  sich,  geht  in  die  Eindde  und  thut  Wunder,  bß  ganz
Unter-Italien  erstaunt;  macht,  daß  Leute  auf  den  Stidmen
wandeln  können,  baut  hie  und  da  Klbster,  gibt  jedem  einen
Superior,  schreibt  übrigens  den  Klöstern  nicht  bestimmt  seine
Regel  vor,  sondern  überläßt  es  den  Mönchen,  welche  Regel
sie  sich  erwählen  wollen.  Endlich  enrschloß  er  sich,  ein
Kloster  zu  bauen,  wofut  er  selbsi  eine  Regel  aufsetzen
  wollte.

Er  wählte  dazu  den  Berg  Casino.?)  Da  sah  es

*)  In  der  Provinz  Terra  di  Lavoro  im  Neapolitanischen.