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Strafen,  die  Benedikt  auf  Ordens-Verbrechen  setzte.  Allein  darunter
  sind  viele  Sachen,  die  sich  nicht  gut  erzählen  lassen,  z.  E.
die  Castigationen,  die  mit  den  Moͤnchen  vorgenommen  werden
mußten.  Außer  diesen  war  die  gewöhnliche  Strafe  eine  gewisse
  Gradation  von  Erclusion.  Stufenweise  wurden  die  Moͤnche
von  der  Tafel,  von  den  gemeinschaftlichen  Arbeiten,  und  ganz
zuletzt  vom  Gottesdienste  ausgeschlossen.

n.  Ursachen,  warum  der  Benedbiktiner-Orden  sich

so  schnell  ausbreitete,  und  warum  nach  zwei  Jahrhunderten

  kein  nach  orientalischer  Form  eingerichtetes
  Kloster  mehr  im  Occident  war.

Ungefähr  nach  der  angegebenen  Form  (denn  in  einigen
zusälligen  Umständen  änderte  es  sich)  breitete  sich  der  Benediktiner-Orden
  so  aus,  daß  keine  ansehnliche  kulrivirte  europäische
  Provinz  war,  wo  sich  nicht  mehrere  Klöster  desselben
fanden.  Es  ist  eine  merkwürdige  Erscheinung,  daß  er  sich  so
schnell  und  allgemein  ausgebreitet  hat,  daß  die  anderen  Mönche
nach  alter  orientalischer  Form,  die  viele  Klöster  in  Frankreich
und  Italien,  noch  mehrere  in  Brikannien  besaßen,  sich  so  geduldig
  verdrängen  ließen.  Es  läßt  sich  soust  nichts  schwerer
ausbeißen,  als  ein  Mönch.  Woher  kam  es  nun,  daß  nach
zwei  Jahrhunderten  im  ganzen  Occident  kein  nach
orientalischer  Form  eingerichtetes  Kloster  mehr
war?

4)  Die  erste  Ursache,  wie  sie  Mabillon  (S.  389)  angibt,
  war:  in  allen  bisherigen  Klöstern  hatte  man  völlige
Freiheit,  von  einer  Regel  zur  andern  überzugehen.  Der  eine
richtete  sich  im  nämlichen  Klosier  nach  der  Regel  des  heiligen
Basilius,  der  andere  nach  der  eines  Anderen.  Fiel  es  Jemanden
  ein,  im  anderen  Jahr  eine  andere  Regel  zu  beobachten,