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von  Europa  ein  Orden  nuͤtzlicher  seyn,  als  dieser;
eine  Regel  nützlicher  sepn,  als  die,  welche  die
Urbarmachung  des  Landes  zur  Pflicht  machte,
Austrocknung  der  Moräste,  Ausreutung  der
Wälder,  besonders  für  Iralien,  für  das  Land,  das  unter
den  Vblkerwanderungen  so  sehr  gelitten  hatte,  wo  man  gerade
  zu  dieser  Zeit  oft  Meilen  weit  keinen  Menschen  antraf,
der  das  Land  baute?  Alles,  was  noch  als  Mann  lebte,  war
Soldat.  Konnte  eine  Regel  nützlicher  seyn,  als  die,  welche  die
erste  Anlage  zu  Städten  und  Doͤrfern  machte?
Die  Mönche  nach  der  alten  orientalischen  Regel  krochen  oft
in  Höhlen,  selbst  in  Italien  hatte  man  solche  Beispiele;  aber
nach  Beuedikts  Vorschrift  mußten  sie  sich  ein  ordentliches
Haus  bauen.  Für  Deutschland  gilt  die  Bemerkung  allgemein:
  die  meisten  großen  Städte,  wenn  nicht  enormer
Zusammenfluß  von  Handel  an  dem  Orte  war,  entstanden  so,
daß  hier  ein  Kloster  angebaut  ward;  daraus  erwuchs  ein
Dorf,  aus  dem  Dorf  ein  Flecken,  aus  dem  Flecken  eine
Stadt  —  eine  große,  bedeutende  Stadt.  6
Man  muß  demnach  ganz  natürlich  auf  den  Gedanken  kommen,
  zu  fragen:  woher  es  komme,  daß  gegenwärtig,
  wenn  man  Alles  zusammenrechnet,  was  den
Benediktinern  gehört,  doch,  verglichen  mit  der
langen  Eristenz  des  Ordens,  seiner  Besitzungen
so  wenige  sind?  Man  follte  glauben,  ihm  müßre  zum
wenigsten  halb  Europa  gehdren.  Die  Benediktiner-Abteien
wurden  zu  einer  Zeit  angelegt,  wo  Alles  unbebaut  war,
Sumpf  und  Wald.  In  solcher  Zeit  schenkte  man  ihnen  oft
sechs-,  achthundert  Morgen  Landes;  das  Geschenk  war  doch
kaum  des  Dankes  werth;  aber  wenn  das  Land  fünfzig,  sechzig
  Jahre  cultivirt  war,  veredelte  sich  das  Geschenk  unendlich.
Man  sollie  glauben,  der  Orden  müßte  zum  wenigsten  halb