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das  Land  bauen;  aber,  wie  er  vom  Anfang  abgrkühlt  ward,

so  ging's  auch  bier.  Er  selbst  erlebte  es  noch,  daß  ein  prächtiges

  Klosier  bei  Aniane  stand,  Silber  und  Gold  in  seiner

Kirche  glänzte;  doch,  wie's  gewöhnlich  gebr,  einige  ftrengere

Gewohnheiten  in  geringsögigen  Dingen  haben  sich  erhalten,

z.  B.  er  soll  eingeführt  haben,  daß  das  praeceptum  silentii

nicht  nur  im  Kloster,  sondern  auch  in  der  Küche  des

Klosters  gelten  sollte.“)  Der  Mönch,  der  den  Koch  machte,

konnte  bis  dahin  schwatzen;  aber  er  befahl,  während
dem  Kochen  sollten  Psalmen  gesungen  werden.  Dieß  hat  sich

erhalten.  Ebenso  war  in  den  meisten  Benediktinerklöstern  gewöhnlich,

  daß  von  Zeit  zu  Zeit  purgirt,  die  Ader  gedffnet
werden  mußte.  Alle  Monate  mußten  sich  alle  zur  Ader  lassen;

  er  sagte:  es  solle  keiner  purgiren  u.  s.  w.,  er  habe  es

denn  nöthig.  Im  Uebrigen  war  ein  solches  Benediktinerkloster

ein  ordentlicher  kleiner  Staat,  wo  Alles  vorgeschrieben  war,

jeder  sein  bestimmtes  Geschäft  hatte;  einige  waren  Schneider,

andere  Schuster  u.  s.  w.)

Noch  haben  ein  paar  von  ihm  theils  verordnete,
  theils  veranlaßte  Umstände  auf  die  ganze
Geschichte  aller  Orden  einen  Einfluß  gehabt.
Es  sind  diese:

4)  Bei  Benedikt  von  Aniane  trifft  man
zuerst  an,  daß  Einer  Oberaufsicht  über  viele
Klöster  gehabt  hat.  Bis  auf  diese  Zeiten  war's  gewöhnlich,
  daß  kein  Abt  von  ein  paar  benachbarten  Klöstern  dem
anderen  zu  befehlen  hatte.  Benedikt  von  Aniane  bekam
  von  Ludwig  dem  Milden  Befehl,  daß  alle  Klöster,  die
er  reformirt  hatte,  unter  ihm  stehen  sollten,  daß  er  das  Recht

*)  Heoy,  Histoire  de  TEglisc.
.  S)  Afubillon,  Analecta-