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babe,  als  Visitator  herum  zu  reisen.  Das  war  praͤludirt  auf
kuͤnftige  Hierarchie  in  dem  Orden.  Aber  hier  war  die  Sache
noch  persoͤnlich.  In  ihrer  Entwicklung  sah  man  sie  bald
nachher  bei  dem  Orden  von  Clugny.

2)  Die  Eremtion  der  Klöster  veranlaßte  er.
Diese  kann  man  im  doppelten  Sinne  nehmen:

a)  in  Beziehung  auf  politische  Verhältnisse;

b)  auf  hierarchisches  Verhältniß.  Politisches
Verhältniß,  —  daß  das  Kloster  nicht  verbunden  war,  dem
Knige  Soldaten  zu  stellen,  sondern  nur  für  ihn  zu  beten.

Es  gab  viele  Klöster  noch  vor  ihm,  die  bloß  Preces  prästirten.
  Im  hierarchischen  Verhältniß  war  es  die  Eremtion,
  daß  das  Kloster  von  der  Jurisdiktion  des  Bischofs,  in
dessen  Sprengel  es  liegt,  frei  und  unmittelbar  dem  Pabst
subordinirt  ist.  Es  ging  damit  stufenweise.  Erst  haben  sich
die  Aebte  in  den  Klöstern  bloß  von  der  Visitation  der  Bischdfe
  dispensiren  lassen.  Der  Bischof  kam  alle  Jahre  mit
seinen  Jägern  und  Jagdhunden,  und  fraß  das  Kloster  arm.
Zwar  wurden  Verordnungen  auf  den  Concilien  gemacht,  mit
wieviel  Pferden  er  kommen  sollte,  aber  gerade  diese  Verordnungen
  beweisen,  was  für  einen  Schaden  die  Einrichtung  für
die  Klöster  hatte.  Die  zweite  Stufe  war:  sie  ließen  sich
von  der  ökonomischen  Aufsicht  des  Bischofs  dispensiren,
damit  der  Bischof  den  Reichthum  des  Klosters  nicht  wisse.
Drittens,  sie  ließen  sich  völlig  von  der  Episcopal-Jurisdiction
  diespensiren.  Nachdem  es  so  weit  gekommen
war,  daß  z.  B.  der  Bischof  von  Mainz  einem  Abte  in  seinem
  Sprengel  nichts  mehr  zu  sagen  hatte,  riß  Verderben
ein.  Der  Mönch  hatte  keinen  Aufseher  in  der  Nähe.  Wer
sollte  die  Sache  nach  Rom  berichten?  wie  lange  dauerte  es
nicht,  ehe  Bericht  und  Gegenbericht  in  einer  solchen  Entfernung
  ankam!  Darüber  vergingen  ost  ganze  Generationen.