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Der  Keim  des  Uebels  schließt  sich  ohnedieß  nie  schneller  auf,
als  in  einem  Kloster,  wo  die  Menschen  so  enge  zusammen
gespannt  sind,  und  ihr  Interesse  sich  durchkreuzt.  Gerade  für
die  Jeit,  wo  der  Abt  oft  bei  Hose  war,  wo  Alles  im  Kloster
militärisch  war,  um  der  Normänner  willen  das  Kloster  in
eine  Festung  hatte  verwandelt  werden  müssen,  geschah  es,  daß
Päderastie  und  jede  Art  der  schändlichsten  Unzucht  in  den
Klbstern  ungescheut  ibr  Haupt  emporhob,  so  daß  die  Pfaffen
am  Ende  behaupteten:  es  sey  ihr  Recht,  solches  zu  thun.
Man  hat  eine  merkwürdige  Relation,  die  Peter  Demiani
darüber  an  den  Pabst  Gregor  VII.  oder  Hildebrand  (im
41#ten  Jahrhundert)  erstaitet  hat.

D.  Entstehung  der  Familien  des  Benediktiner--Ordens,
der  Cluniacenser,  Camalduleuser,  Cisterzienser
und  Carthäuser.

Erst  von  der  Zeit  an  erdffnete  sich  auch  der  wunderbare
Kreislauf  von  Klosterreformationen,  —  mit  Recht
wunderbar.  Fast  alle  zwanzig  Jahre  wurde  eine  neue  Congregation
  gestiftet.  Die  Benediktinerregel  blieb,  aber  es
wurden  neue  Congregationen  gestiftet.  Es  sollte  Reformation
zur  strengeren  Beobachtung  derselben  vorgenommen  werden;
etwa  zufällig  etwas  dabei  geändert  werden,  damit  sich  die
von  einer  Congregation  erkennen  könnten.  So  ist  in  Ansehung
  der  Farbe  und  des  Singens  beim  Gottesdienste  etwas
geändert  worden.  Verschiedene  Familien  des  Benediktiner-Ordens
  bildeten  sich,  z.  E.  Camaldulenser;  selbst  Cartbäuser
  sind  ursprünglich  Benediktiner,  nur  stärker  abirrende
in  solchen  zufälligen  Verschiedenheiten;  auch  Cisterzienser.

I.  Die  erste  Congregation  von  der  Art  ist  die  von
Clugn  .  *x)  —  Cluniacenser  sind  so  ganz  Benediktiner,

5)  Stadt  am  Flusse  Grosse,  im  Herzogthum  Vurgund,  in  der
bandschaft  Maconnois.