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in  Italien  benannt.  Der  Stister  hieß  Romualdi,  der  von
den  Herzogen  von  Ravenna  stammte.  Dieser  war  sehr  streng,
und  suchte  den  Benediktiner-Orden  der  alten  syrischen  und
aͤgyptischen  Strenge  nahe  zu  bringen.  Bei  diesem  Orden  gab
es  Eremiten  und  Ednobiten.  Es  war  Gesetz,  sich  Wochen
lang  in  seine  Zelle  zu  verschließen,  Niemand  zu  sehen  und
zu  sprechen.  Nur  des  Sonmags  durfte  man  an  einem  gewissen
  Mirtelpunkte  zusammen  kommen.  In  den  Orben,  den
Romuald  gestiftet  hatte,  krat  auch  sein  Vater.  Nach  einiger
Zeit  gereuete  es  diesen.  Da  ließ  er  seinen  Vater  zin  Kerten
schlagen  und  so  lange  peitschen,  bis  seine  Seele  geheilt  sey
und  er  sich  enrschlossen  habe,  Moduch  zu  bleiben.  2)  Der
Orden  breitete  sich  ungeachtet  seiner  Strenge  sehr  aus,  doch
nicht  außer  Italien.  Er  scheint  selbst  für  Franzosen  zu  strenge
gewesen  zu  seyn.  Nach  diesem  war  der  berühmteste,  der  sich
noch  weiter  ausgebreitet  har,

III.  der  Cisterzienser-Orden  —  auch  bloß  Versuch,
den  Benediktiner-Orden  im  12ten  Jahrhundert  zu  reformiren.
Hier  fing  man  es  von  einer  Seite  erwas  nachdrücklich  an,
und  verdarb  es  von  der  anderen  desio  mehr.  Die  Stister  desselben
  sahen  wohl  ein,  daß  Einstellung  der  Handarbeit,  Erbebung
  des  Mönchs  zum  bloßen  Studirenden  Quelle  alles
Uebels  sey;  bei  ihnen  wurde  daher  Handarbeit  zur  Pliche
gemacht.  Man  sieht  fast  nicht  ein,  wie  ein  alter  Cisterzienser
  die  Lebensart  ausdauern  konnte.  Er  sollte  nur,  Sommers
  und  Winters,  vier  Stunden  schlafen.  Die  übrige  Frit
des  Tages  war  zwischen  Singen,  Handarbeit  und  eigener  Aussuchung
  des  Lebensunterhaltes  von  Kräutern,  zum  Theil  auch
von  den  Heerden,  ausgetheilt.  Weil  man  voraussah,  daß,
sobald  der  Mönche  viele  werden  würden,  sich  ein  Subordina-#.)

  Aluberkeom,  Ann.  Bencd.  T.  IV.  p.  11.