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Enropäer  einen  andern  Geist  angezündet  hätte.  Alles  theilte
sich  in  zwei  große  Ströme,  Ritter-Orden  und  Bertler-Orden.
  —  Auch  hier  gilt  die  Beobachtung:  ein  Bettler-Orden
  ist  von  keinem  Deutschen  gestiftet,  sondern  von  Italienern
  und  Spaniern.  Nur  ein  einziger  Ritter-Orden  wurde
von  einem  Deutschen  gestiftet,  und  dafür  drei  gleich  berühmte
und  große  von  Spaniern.

Obgleich  sich  sonst  Alles  veränderte,  so  blieb  doch  der
National-Unterschied.  Bedürfnisse  des  Staats  und  der  Kirche
waren  jetzt  die  Triebfcdern  des  Consociationsgeistes.  Statt
daß  man  sich  sonst  über  die  große  Unthätigkeit  der
Mönche  bellagte,  beklagte  man  sich  jetzt  über  ihre  zu  große
Thätigkeit.  Hauptbedürfniß  war  die  Eroberung  von  Palästina;
  damit  hingen  zusammen:  Bedürfnisse  von  Proviant,
Krankenhülfe,  Erkundigung  nach  dem  Lande,  wodurch  und
wohin  sie  kamen;  auch  Sorge  für  die  Abwendung  des  Aussatzes.
  Sie  gingen  in  wollenen  Hemden  nach  dem  Orient,
da  linnenes  Zeug  damals  sehr  selten  war,  und  kamen  krank
zurück.  Mehr  als  zwei  Drittheile  würden  aufgerieben  worden
seyn,  wenn  nicht  Krankenhäuser  die  Krankheit  durch  Consociation
  gehemmt  hätten.  Wären  nicht  Aussatz-Häuser  gewesen,
  so  würden  wohl  nie  so  früh  Bäder  entstanden  seyn.  Viele
Bedürfnisse,  viele  neue  Zwecke  entsprangen  daher.  Nun  vereinten
  sich  auch  viele  rohe  starke  Nitter,  die  Ritter  bleiben  konnten.

Der  Tempelherrn-Orden  ist  ein  Orden,  der  hundert
  und  neunzig  Jahre  lang  zum  Wohl  der  Ohristenheit
blühte,  und  endlich,  fast  ohne  Beispiel  in  der  Geschichte,  durch
die  Habsucht  eines  schändlichen  Königs  so  fiel,  daß  ihm
nicht  einmal  der  einzige  Trost  der  unterdrückten
Unschuld  blieb,  Rache  durch  die  Geschichte.  Die
Ursache  seiner  Beuennung  kann  doppelt  angenommen
werden.  Wie  die  ersten  sieben,  acht  Ritter  sich  zusammen