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thaten,  raͤumte  ihnen  der  Koͤnig  Balduin  ll.  (im  J.  1118)
in  seinem  Palast,  der  nahe  an  der  Stelle  war,  wo  man  den
Tempel  Salomons  hinsetzte,  Wohnungen  ein,  oder:  die
Domherren  bei  der  Kirche  zu  Ferusalem  schenkten  ihnen  besonders
  noch  einen  Platz  in  der  Nähe,  wo  der  erste  Tempelhof
zu  stehen  kam.  Dunkel  ist  auch  der  Ursprung  des  ganzen
Ordens  überhaupt,  von  jedem  Geschichtschreiber  anders  erzählt.
  Die  wahrscheinlichste  Hypothese  ist:  die  Tempelherren
sind  Johanniterritter  oder  eigentlich  Knappen  von  Johanniter=Rittern
  gewesen,  kamen  nach  Europa  und  legten  dem  Pabsi
ihren  Wunsch  vor,  einen  neuen  Orden  zu  stiften.  Er  unterschied
  sich  darin  von  dem  Johanniterritter-Orden,  daß  derselbe
ganz  militärisch  sepn  sollte;  und  zwar  militärisch,  nicht  für
die  Ungläubigen,  sondern  für  die  Pilgrime.  In  Vielem  verähnlichte
  sich  die  erste  Einrichtung  der  Tempelherren  mit  dem
Cisterzienser-Orden,  und  es  blieb  immer  die  Spur,  daß  der
Tempelherr  in  keinen  andern  Orden  treten  sollte,  wenn  er
seinen  Orden  verließe,  als  in  jenen.  Selbst  in  der  Kleidung
der  neuen  Ritter  hinterließ  jener  Orden  Spuren.  Ihnen
wurde  weiß  vorgeschrieben,  und  seinen  Knappen  schwarz  oder
grau.  Auch  darin  eine  Spur,  daß  die  Kleidung  des  Ritters
von  der  Kleidung  des  Knappen  unterschieden  wurde,  was  bei
den  Johanniterrittern  ursprünglich  nicht  war.  Es  würde  wichtig
  seyn,  wenn  wir  den  Aufsatz  hätten,  den  Bernhard  auf
der  Spnode  von  Troyes  (1127)  gemacht  haben  soll,  also  die
erste  Regel  der  Tempelherren  wüßten.  Man  hat  zwar  eine,
die  aus  72  Punkten  besteht,  die  aber  zuverlässig  und  recht
palpabel  unecht  ist,  da  darin  von  Rittern,  die  in  der  Che
lebten,  gesprochen  wird.  Man  sucht  aber  aus  den  vielen  einzelnen
  Briefen,  Die  man  gefunden,  folgende  Punkte  als  die
wichtigsten  ihrer  Regel  zusammen:

Der  ganze  Orden  hat  sich  in.  Ritter  und  Knappen