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Ein  paar  große  Köpfe,  die  den  Hang  ihres  Zeitalters  zu  benätzen
  wußten,  welche  Reichthümer  konnten  die  nicht  aushäufen,
  besonders  da  der  Orden  nicht  wie  der  Johanniterritter=Orden
  zur  Unterhaltung  gewisser  Hospitäler  gewidmet  war,
sich  nicht  durch  bestindige  Almosen  verbluten  mußte!

Es  ging  also  ganz  natürlich  zu,  ohne  Goldkunst  und
Achemie,  wie  der  Orden  es  bald  so  weir  brachte,  daß  er
dem  König  Richard  von  England  für  25,000  Mark  Silbers
Cypern  abkaufen  konme;  eine  Acquisition,  der  kein  Orden
fähig  gewesen  war.  Habsucht  hat  man  den  Tempelberren
nie  vorgeworfen,  selbst  in  ihrem  letzten  Ruin  nicht,  sondern
Herrschsucht.  Es  ging  sehr  natürlich  zu,  daß  sie  dem
Kbnige  von  England,  Eduard  I.,  300,000  Pfund  bei  seiner
Reise  nach  Palästina  vorschießen  konnten,  daß  man,  noch
ehe  der  Orden  120  Jahre  alt  war,  über  7000  Kapellen  zählte;
so  viele  Kapellen,  so  viele  Tempelhöfe  (gerade  noch  einmal
so  viel,  als  der  Johanniterritter-Orden),  und  daß  er  in
Deutschland  allein  drei  große  Priorate,  in  Böhmen,  Ober-Deutschland
  und  der  Mark  Brandenburg,  hatte.  Man  kann
bieraus  vermuthen,  wie  sehr  er  sich  in  Italien,  Frankreich
und  England  ausgebreitet  haben  muß.  In  Deutschland  hatte
er  nicht  nur  Johanniterritter,  sondern  deutsche  Ritter  zu  Nebenbuhlern,
  und  doch  brachte  er  es  so  weit.  Man  darf  sich
nicht  wundern,  wenn  der  Großmeister  sich  „von  Gottes
Gnaden“  schrieb.  Das  wäre  ohnedieß  Unwissenheit  in  Absicht
des  mittleren  Zeitalters.  Jeder  gemeine  Abt  schrieb  sich  so;
es  war  noch  nicht  Titel  der  Souveraine.  Man  darf  sich  nicht
wundern,  wenn  der  Orden  fast  die  Einrichtung  eines  glänzenden
  Hofs  gehabt  hat.  Sollte  der  Ordensmeister  seinen
Hof  nicht  königlich  einrichten  dürfen;  er,  der  40,000  Commenden
  unter  sich  gehabt  haben  soll,  Commandeur  von  einem