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(er  zauderte  uͤber  drei  Jahre)  von  Philipp  bewegen  ließ,  das
Schlachtopfer  zu  bringen.

Doch  vielleicht  sind  ein  paar  der  Beschuldigungen,  die
nach  der  neuesten  Untersuchung  am  meisien  innere  Wahrscheinlichkeit
  haben  sollten,  wirklich  von  der  Beschaffenheit,  daß  man,
so  viel  es  in  der  Dunkelheit  mdglich  ist,  größere  Verschuldung
der  Tempelherrn,  diesen  Punkt  betreffend,  argwöhnen  darf,
als  Verschuldung  jedes  anderen  Ordens.  Das  Wichtigste  der
Klagen,  so  weit  sie  innere  Wahrscheinlichkeit  haben,  reducirt
sich  auf  drei  Hauptpunkte:

1)  Auf  ihren  Religions-Indifferentismus,  der
so  weit  gegangen  seyn  soll,  daß  sie  Christus  ganz  verleugneten,
  daß  der  Tempelherr  bei  der  Reception,  beim  Vorzeigen
des  Kreuzes  Chrifti,  ausspeien  mußte,  —  der  bald  so  vorgestellt
  wird,  als  ob  er  reiner  Naturalismus  gewesen  wäre,
bald  in  Abgbtterei  gegen  einen  gewissen  Kopf  verwandelt
wird.  Darüber  richtig  zu  urtheilen,  muß  man  bemerken:
der  ganze  Orden  bestand  aus  unaufgeklärten  Rittern;  selbst
der  Großmeister,  wenn  es  anders  wahr  ist,  soll  nicht  hoben
lesen,  noch  schreiben  können.  Man  denke  sich  unaufgeklärte
Ritter  in  beständiger  Verbindung  mit  aufgeklärten  Ungläubigen.
  Es  muß  diese  Verbindung  Eindruck  auf  sie  machen.
Umgang  mit  fremden  Glaubensgenossen  rectificirt  immer  auf
eine  wunderbare  Art  unsere  Begriffe.  Der  orthodoresic
protestantische  Theolog  —  eine  Zeitlang  unter  vortreffliche
Katholiken  versetzt  —  wird  seine  Begriffe  sich  etwas  runden
sehen.  Thut  es  dieß  bei  aufgeklärten  Menschen,  wie  viel  mehr
bei  unaufgeklärten  Rittern,  die  ganz  nach  dem  gesunden  Menschenverstande
  urtheilen,  vom  Menschen  auf  die  Zuläßigkeit
seiner  Meinungen  schließen!  Mag  es  also  immerhin  wahr
seyn,  was  die  Geschichte  vor  dem  Ruin  der  Tempelberrn
sagt,  daß  sie  sich  in  enge  Verbindung  mit  den  Ungläubigen