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zu  wagen.  Die  Vaͤter  bestehen  noch  immer  darauf,  die  Untersuchung
  sey  nicht  klar.  Um  aͤuf  einmal  Alles  abzuschneiden,
bäit  nun  der  schwache,  surchtsame  Pabst  am  22.  Maͤrz  4312
ein  geheimes  Consistorium,  dessen  Miltglieder  er  sich  auserlesen
  batte,  lanter  stanzösische  Cardinäle.  Darin  wird  der  On
den  aufgehoben,  und  zwar,  wie  es  ausdrücklich  in  der  Bulle
beißt,  nicht  nach  ordentlichem  Prozeß,  sondern  blöß  aus  päbsilicher
  Machtvollkommenheit,  )  und  wegen  der  Güter  des  Ordens
  wird  die  Verfügung  gemacht,  daß  sie  dem  Johanniterüter-Orben
  zufallen  sollten.

Der  Pabst  schämte  sich  in  der  Sache  so  sehr,  daß  er
wenigstens  noch  durch  eine  einzige  Handlung,  die  er  sich  vorbehalten
  hatte,  seine  Ehre  retten  wollte.  Mit  dem  Ordens-Großmeister
  und  einigen  der  vornehmsten  Öfficianten  des  Ordens
  sollte  nämlich  Prozeh  in  Paris,  am  Orte  der  Haupt-Untersuchung,
  wo  Philipps  größte  Greuel  vorgegangen  waren,
vorgenommen  werden,  und  bei  diesem  Anlaß  der  Pabst  wie
als  den  Gerechten,  so  als  den  Gnädigen  sich  zeigen.  Clemens
  schickt  zwei  Cardinäle  nach  Paris,  den  Prozeß  dieser
Vornehmsien  des  ganzen  Ordens  noch  einmal  zu  untersuchen,
ein  öffentliches  Bekennrniß  derselben  zu  veranlassen,  und  dann
nach  öffentlichem  Bekenntniß  öffentlichen  Pardon  im  Namen
des  Pabstes  zu  ertheilen.  Es  wurde  für  diesen  Zweck  auf
einem  der  geräumigsten,  offensten  Plätze  in  Paris  ein  großes
Gerüste  errichtet,  und  an  dem  bestimmten  Tage,  der  vorber
in  der  ganzen  Stadt  bekannt  gemacht  wurde,  werden  die  vier
Gesfangenen  herbeigeführt  —  vier  Männer  aus  den  ersten
franzsischen  Häusern;  denn  eine  Nebenabsicht  des  schändli,
chen  Philipps  war,  manche  der  angesehensten  Familien  bei
seiner  Vernichtung  des  Ordens  zu  demüthigen.  Die  Gefangenen

5)  Per  Provisionis  potius,  quam  condemmationis  viam.