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bedauert.  Je  mehr  sich  die  Geschichte  aufklärt,  desto  mehr
gewinnt  ihr  Andenken,  wie  selbst  die  neuesten  Untersuchungen
  bezeugt  haben.  Nach  einer  Eristenz  von  nicht  vollen
zwei  Jahrhunderten  war  ihre  Ausrottung  nicht  das  Werk
unterdeß  fortgeschrittener  Aufklärung,  sondern
das  Werk  der  Habsucht  eines  Königs.  Kein  einziger  der
übrigen  Könige  trat  diesem  vollig  bei.  Jesuiten  fielen  unter
allgemeinem  Jubel  aller  Rechtschaffenen,  wenn
nicht  etwa  einer  hie  und  da  war,  dem  es  behagte,  den  Antipoden
  der  vernünftigen  Welt  zu  machen,  oder  sich  von  dem  Mitleiden
  gegen  einzelne  gute  Mitglieder  des  verdorbenen  Ordens  zu
sehr  rührco  zu  lassen.  Jesuiten  fielen  unter  allgemeinem  Jubel,
nachdem  sie  über  zwei  Jahrhunderte  eristirt  hatten;  aber  Klagen
gegen  sie  waren  viel  früher,  viel  bedeutender,  viel  wahrscheinlicher,
  viel  allgemeiner  gekommen,  als  gegen  die  Tempelherrn.
Der  Sturz  der  Jesuiten  war  das  Werk  dreier  zulammenstimmenden
  Könige,  bei  deren  Zusammenstimmung  aber  eben  so  viel
Wunderbares  war,  als  bei  dem  Zusammenstimmen  Pabst  Clemens
  und  Königs  Philipp.  Die  Aufklärung  des  achtzehnten
Jahrhunderts  kam  den  schuldigen  Jesuiten  zur  gelindern
Strafe  zu  gute.  Die  unschuldigen  Tempelherrn  litten  durch
die  Schuld  ihres  finstern  Jahrhunderts.  Der  Sturz  der  Jesuiten
  war  ein  Vorbote  des  allgemeinen  Sturzes  der  Möuchs-Orden,
  wie  wir  nun  seit  Josephs  Thronbesteigung  gewiß
wissen.  Der  Sturz  der  Tempelherrn  zog  gar  nichts  Aehnliches
nach  sich,  weil  er  nicht  natüörliche  Entwickelung
des  ganzen  Zeitalters,  sondern  individuelle
That  eines  Einzigen  war.  Beide  Orden  sind  mit  einer
  Verblendung  in  ihren  Tod  gegangen,  die  man  unbegreiflich
  findet,  weil  man  gewöhnlich  aunimmt,  die  Wahl  der
Ordensmeister  verfehle  nie.  Ein  Bischen  mehr  Beugsamkeit
hätte  die  Jesuiten  gerettet,  ein  wenig  Entschlossenheit  die