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Onto's  IV.  und  Friedrichs  II.  als  Hauptperson.  Er  sah  bald,
daß  der  Orden  in  Palästina  unnütz  sep;  also,  ohne  lange
zu  warten,  wie  Tempelherrn  und  Johanniterritter,  zog  er  sich
nach  Venedig,  wollte  von  Italien  aus  die  Ungläubigen  bekriegen.
  In  Venedig  konnte  er  bei  der  gewöhnlichen  Eifersacht
der  Italiener,  besonders  gegen  den  Deutschen,  nicht  aufkommen.
  Er  ging  also  hinweg,  und  setzte  sich  eine  Zeitlang  zu
Marburg  fest.  Auch  das  that  in  die  Länge  nicht  gut.  Es
gab  Streitigkeiten  zwischen  dem  Landgrasen  von  Thüringen,
weil  Hessen  und  Thöringen  damals  vereinigt  waren.  Doch
gab  es  Veranlassung,  daß  er  in  Hessen  reiche  Schenkungen
  bekam.  Endlich  retirirte  er  sich  nach  Marienburg  in
Preußen.  .

Es  half  dem  Orden  sehr  auf,  wie  der  Herzog  von
Masovien,  Conrad,  ihn  nach  Preußen  rief,  um  dort  Eroberungen
  zu  machen  (1226).  Durch  einen  Kampf  von  einigen
  fuͤnfzig  Jahren  wird  der  Orden  endlich  ganz  Herr  von
dem  Lande,  aber  an  dem  glücklichen  Erfolg  war  seine
Tapferkeit  nicht  allein  Schuld,  sondern  ein  paar  zusammentreffende
  Umstände,  die,  sobald  sie  sich  verloren,  den  Orden
zum  Sinken  brachten.  Und  er  mußte  sinken,  konnte  sein  erobertes
  Land  nicht  behaupten,  weil  keine  Regierung  die  Bürger
  mehr  aussaugt,  als  eine  solche  aristokratische  Regierung,
  wie  bei  dem  Orden  war.  Erstlich  war  ein  großes
  Glück,,  wodurch  er  begünstigt  wurde:  wiederholter  Kreuzzug
  mehrerer  deutschen  Fürsten  nach  Preußen.  Wie  der  Orden
mit  den  tapfern  Preußen  im  Siege  war,  kam  aus  Deutschland
  eine  Armee  von  vierzigtausend  Mann.  Sobald  Siege
dieser  Art  aufhörten,  besonders  unter  der  schläfrigen  Regierung
Friedrichs  III.  keine  Hülfe  nach  Preußen  kam,  der  Orden  mit
eigener  Kraft  sich  halten  sollte,  wurde  er  polnischer  Sklave.
Ein  zweites  großes  Mittel:  wie  der  Orden  hinkam,