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damit  sie  ibm  keine  nachtheilige  Muͤnze  ausmuͤnzten.  Nun
aber,  seitdem  Franziskaner  in  den  theologischen  Fakultäten
waren,  ereignete  sich  nicht  nur  einmal:  der  Franziskaner
las  fort,  machte  also  den  Uebrigen  unmöglich,  auf  die  bisherige
  Art  die  Rechte  zu  behaupten,  und  wenn  man  ihm  vorbielt,
  daß  er  doch  auch  Mitglied  der  Universität,  dem  Rektor
Gehorsam  schuldig  sey,  bezog  er  sich  darauf:  seine  Angelobung
von  Gehorsam  sey  immer  zu  verstehen:  „salva  ordinis  regula.“
  Wenn  er  nicht  lesen  solle,  müsse  er  Befehl  von  seinem
  Ordensgeneral  haben.  Das  war  offenbar  Status  in
statu.  Eine  andere  Klage  war:  die  Franziskaner  wollten
in  der  Theologie  und  dem  jus  canonicum  Doctoren  werden,
und  doch  nichts  bezahlen.  Sobald  sie  bezahlen  sollten,  hatten
  sie  nichts  Eigenes.  Eine  dritte  wichtigere  Klage:
alle  solche  Ordens-Theologen  hatten  in  der  Dogmatik  ihre
eigenen  Ordens-Grundsätze.  So  ging  der  Dominikaner
  nicht  von  dem  ab,  was  Thomas  von  Aquino
gesagt,  der  Franziskaner  nicht  von  dem,  was  Bonaventura
  behauptet  hatte.  Diese  individuellen  Ordens-Grundsätze
waren  aber  oft  nichts  Gleichgültiges.  Es  lief  im  dreizehnten
Jahrhundert  ein  Buch  im  Publikum  herum:  „Evangelium
vom  Abt  Joachim.“  Das  war  tolles  Zeug  von  Prophezeihungen.
  Darüber  kommentirte  ein  Franziskaner,  Gerhard,
„ntroductorium  in  Evangel.  etc.“  worin  er  deutlich  bewiesen
hatte,  daß  Franz  der  Engel  der  Offenbarung  sey,  der  mit
einem  neuen  Evangelium  durch  den  Himmel  flicge,  und
so  weit  in  der  Unverschämtheit  ging,  das  Jahr  sestzusetzen,
wann  man  von  dem  Eoangelium  Christi  nichts  mehr  wissen
werde.  Das  Buch  wüurde  übcrall  empfohlen,  und  von  den
Universitätslehrern  der  Franziskaner  gebraucht.  Alles,  was
irgend  Gefühl  für  Religion  hatte,  patriotisch  gesinnt  war,
besonders  von  Universitätslehrern,  mußte  sich  auf's  außerste