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Ordens.  Hiet  bekam  er  Dominikaner=  Form.  Erst  hier
wurde  ausgemacht:

4)  Daß  der  Orden  zur  vollkommenen  Armuth
sich  bekennen  solle,  wie  es  Aposteln  zieme.  Also  alle  Güter,
die  ihre  bisher  gestifteten  Kldsier  gehabt  haben,  sollten  sie  hinweggeben.
  Besonders  die  Klbster  in  Frankreich  waren  sehr
reich.

2)  In  keinem  Dominikaner-Kloster  sollte  ein  Fraier  laicus
  angenommen  werden.  Es  war  lange  zweifelhaft  beim
Capitel,  wie  man  hierüber  entscheiden  sollte.  Da  der  Dominikaner
  kraft  seinek  ursprünglichen  Bestimmung  Prediger  war,
konnte  er  für  die  ökonomischen  Bedürfnisss  des  Klosters
nicht  sorgen,  Laici  schienen  also  zweckmäßiger,  als  für  jeden
  andern  Orden.  Weil  man  aber  Beispiele  hatte,  was  für
nachtbeilige  Folgen  diese  Einrichtung  nach  sich  zoͤge,  wurde
sie  abgestellt.

3)  Den  General  des  Or  dens  sollte  kuͤnftig  nicht
mehr  der  Pabst  ernennen,  der  Orden  sollte  ihn  waͤhlen,  eben
so  wie  er  berechtigt  seyn  sollte,  gewisse  Provinzialen  und  Definitors
  anzustellen.

4)  Alle  Jahr  sollte  General-Capitel  gehalten
  werden,  und  zwar  (das  ist  es,  was  ihm  den  größten
Schwung  gab)  bloß  an  den  zwei  Orten,  in  Paris  und
in  Bologna.

Der  heilige  Dominikus  erlebte  noch  ein  zweites  General-Capitel,
  denn  er  starb  erst  1221,  er  sah  aber  nicht  den  Orden
in  seiner  Blüthe.  Dieser  breitete  sich  erst  unter  dem  zweiten
General,  einem  Deutschen  aus  Sachsen,  Namens  Jordan,
recht  allgemein  aus.  Ein  viel.  feinerer,  thätigerer
Kopf,  weil  er  ein  unwissenderer  Kopf  war.  Unter
ihm  gewann  der  Orden  in  fünf  Jahren  mehr,  als  die  ganze
Zeit  unter  dem  heiligen  Dominikus.  Es  diente  sehr  zur