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wuͤrde  eine  solche  gefaͤhrliche  Neuerung  nicht  gestattet.  Aber
daß  doch  der  Himmel  über  solche  Pilgrime  nicht  wacht!
Was  er  für  Fata  ausgzustehen  hatte  (Aeneas  Trübsale  reichen
  nicht  dahin),  bis  er  nach  Rom  kam!  Er  fiel  unterwegs
unter  die  Bandiken,  die  einen  tüchtigen  Fang  an  ihm  zu
machen  glaubten,  bis  man  ihn  etwas  näher  betrachten  konnte.
Endlich  kommt  er  nach  Rom,  und  hat  da  wieder  eine  Ilias
von  Uebeln  auszustehen,  bis  er  vor  den  Pabst  kommt.  Clemens
  VIl.  sitzt  auf  Peters  Stuhl,  und  gibt  ihm  (1524)  die
Erlaubniß,  seine  Kaputze  tragen  zu  dürfen,  aber  als  Eremit
zu  leben.  Es  war  nicht  übel  für  ihn;  denn  er  hatte  auch
ohnedieß  einen  Wink  aufgefaugen,  daß  der  heilige  Franz  sich
nicht  in's  Kloster  eingesperrt  habe,  sondern  als  Prediger
herumgegangen  sey.  Doch  alle  Jahr,  zum  Beweis  seines
Gehorsams  gegen  den  Ordens-Superior,  sollte  er  sich  dem
„Provinzial  zeigen.

Sein  erster  Weg  von  Rom  aus  ging  Assisi  zu.  Dort
wollte  er  das  Original  von  dem  sehen,  was  ihm  der  alte
Ordensbruder  gesagt  hatte.  Dort  schnitt  er  seine  Kaputze
noch  vollends  zu.  Er  ist  ganz  vergnügt,  denn  er  war  wirklich
  ein  redlicher  Tropf,  der  nicht  die  Absicht  hatte,  Proselyten
zu  machen.  Er  fühlte  sich  selig,  daß  er  nun  so  franziscisirt
war.  Auf  das  nächste  General-Kapitel  geht  er  ganz  gelassen
bin,  präsentirt  sich  dem  Provinzial.  Er  kommt  so  eben  recht,
denn  man  hatte  ihn  schon  lange  gesucht.  Er  wird  eingesperrt
bei  Wasser  und  Brod.  Der  arme  Bruder  muß  Pönitenz
thun,  und  Schrecklicheres,  als  eine  Kloster-Pönitenz,  kann  man
sich  nicht  denken.  Er  ist  so  glücklich,  einer  gewissen  Dame,
die  gar  vorzügliche  Hochachtung  für  ihn  hatte,  der  Herzogin
von  Camerino,  Nachrichten  geben  zu  können.  Diese  intercedirt
  für  ihn  beim  Pabst,  und  er  wird  freigelassen.

Unterdeß  hatte  sich  beim  Orden  die  Nachricht  verbreitet: