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ausgehen,  und  gegen  manches  Andere,  was  nicht  einmal  so
viel  Wahrscheinlichkeit  hatte,  wie  die  Theilnahme  der  Jesuiten
an  diesen  Handlungen,  mißtrauisch  werden?  Bloß  was  gauz
strenge  bewiesen  ist,  muß  man  mit  in  die  Summe  ihrer  Verbrechen
  aufnehmen.  So  darf  es  z.  B.  gar  nicht  als  Grundsatz
  in  der  Geschichte  der  Jesuiten  angenommen  werden,  daß,
wo  etwa  ein  außerordentlich  feiner,  boshafter  Plan  hervorleuchtet,
  Jesuiten  im  Spiel  gewesen  seyen.  Man  begeht  in
ihrer  Geschichte  auch  den  Fehler,  daß  man  gar  nicht  annimmt:
  Feluiten  können  auch  einmal  dumm  gehandelt  haben,
daß  man  sich  immer  lauter  schlaue  Köpfe  unter  ihnen  denkt;
und  doch  sollte  die  Geschichte  ihrer  Aufhebung  bewiesen  haben,
  daß  ein  Jesuikengeneral  bis  zur  Thorheit  fehlen  könne.
Wire  nicht  Ricci  kapuzinerartig  dumm  gewesen,  so  hätten
wir  vielleicht  noch  jetzt  Jesuiren,  und  Joseph  würde  vielleicht
nicht  reformiren.

2)  Die  Geschichte,  so  wie  wir  sie  vortragen  werden,
wird  hie  und  da  hoͤchst  wichtige  Lücken  haben.

Wir  wissen  bon  keinem  Orden  im  Grande  weniger,
  als  von  den  Jesuiten,  die  doch  noch  unter  unseren
Augen  gehandelt  haben,  noch  unsere  Zeitgenossen  waren,  über
die  zwei  Jahrhunderte  geklagt  wird.  Selbst  nicht  einmal  von
ihrer  inneren  Einrichtung  hat  man  eine  hinlängliche  zuverlässige
Idee.  Es  muß  in  manchen  Fällen  darum  etwas  höchst  Sonderbares
  gewesen  seyn.  Ricci  wurde  bei  seiner  Aufhebung  in
Rom  plötzlich  überfallen,  so  plötzlich,  daß  er  nicht  die  geringsten
  Papiere  hinwegräumen  konnte.  Clemens  XIV.  war
ein  Todfeind  des  Ordens,  als  Mensch,  als  Franziskaner;
und  doch,  von  allen  Papieren  des  Jesuicenordens,  die  man
beim  General  gefunden  haben  könnte,  in  einzelnen  Klöstern
in  Spanien,  wo  sie  auch  plötzlich  überfallen  wurden,  haben
wir  nichts.  Es  liegt  hierin  etwas  ganz  Unbegreifliches.  Ob