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es  vielleicht  Maxime  des  Ordens  war  (und  doch  laͤßt  sich
dabei  die  große  Ausbreitung  und  strenge  politische  Regierung
des  Ordens  nicht  denken),  daß  alle  Jahre  alle  Papiere  verbrannt
  werden  mußten?  Ist  dieses,  so  ist  vergeblich  zu  hoffen,
  daß  je  ihre  ganze  innere  Einrichtung  aufgeklirt  werde.

3)  Man  muß  sich  immer  gegenwärtig  erhaltren:  ein
großer  Theil  des  Schadens,  den  der  Orden  süftete,  und  der
Klagen  gegen  ihn,  kommt  nicht  zunächst  von  den  Mitgliedern
her,  die  er  hatte,  von  der  Einrichtung  desselben,  von  seinen
Gesetzen,  sondern  bloß,  weil  er  thäriger  war  als  jeder
andere,  und  weil  seine  Thätigkeit  in  Zeiten  fiel,  wo  die
Politik  schon  aufgeklärter  war,  die  Staatsverfassung  fester,
als  im  Mittelalter.  Wenn  man  Fesuiten-,  Franziskanerund
  Dominikaner-Orden  vergleicht,  so  sieht  man:  das  Geschrei,
  das  gegen  den  Jesuitenorden  erhoben  worden  ist,  trifft
Franziskaner  und  Dominikaner  eben  so  gut,  daß  z.  B.
status  in  statu  sey,  wo  sich  Jesuiten  finden,  weil  sie  Unterthanen
  eines  fremden  Herrn,  eines  in  Rom  residirenden  Pfaffen
  sind.  Die  ewigen  Klagen  gegen  den  Tyrannenmord,  den
sie  gelehrt  hätten,  triffe  Dominikaner  und  Franziskauer.  So
auch  der  Vorwurf,  daß  die  Staaten  durch  sie  ausgezogen
würden,  daß  sie  sich  in  alle  Angelegenheiten  mengten,  traf
Bettelmduche  und  Benediktinermönche.  Aber  der  Unterschied
ist  der:  in  den  zwei  letzten  Jahrhunderten  mästeten  sich  die
übrigen  Mönche  und  schliefen;  Jesuiten  aber  handelten  noch
so,  als  ob  noch  Mittelalter  wärc.  Hätte  der  Orden  zwei
Jahrhunderte  früher  eristirt,  so  hätte  man  seine  Thätigkeit
für  etwas  Gewöhnliches  gehalten.

B.  Lebensgeschichte  des  Stifters.

Auch  hier  ist  wieder  wahr,  was  fast  bei  allen  Orden.
wahr  ist:  der  erste  Stifter  war  kein  seiner  Kopf,  nicht  der