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der  dem  Orden  Form  und  Geist  gegeben  hat,  ein  Halbnarr,
der  voll  Enthusiasmus  hinrannte;  und  auf  ihn  kam  Einer,
der  dir  glühende  Kohle,  die  jener  aus  dem  Feuer  geholt  hatte,
brauchte.

Der  Stister  war  Ignatius  Loyola  oder  Don
Inigho  (geb.  4491),  nicht  viel  klüger  als  Paschi;  zwar
geborner  spanischer  Edelmann,  aber  ein  in  jeder  Räcksicht
unbedeutender  Mensch,  der  schlechterdings  gar  keine  Kenntnisse
besaß;  das  Hochste,  daß  er  lesen  konnte;  so  einfältig,  daß  er
nachher  ob  simplicitatem  verketzert  wurde  und  in  Spanien.
der  Inquisition  in  die  Hände  fiel.  Nicht  von  ausgezeichneter
Familie,  sondern  ein  junger  spanischer  Edelmann,  der  Kriegsdienste
  genommen  hatte,  vielleicht,  wenn  es  das  Schicksal
nicht  anders  gewollt  hätte,  als  Dragoner=  Hauptmann  mit
Karl  V.  zurückgekommen  wäre.  Aber  das  Schicksal  lenkte
es  so,  daß  dem  armen  Kerl,  wie  das  rebellische  Pamplona
1521  belagert  wird,  das  rechte  Bein  zersplittert  wurde.  Er
wird  auf  ein  benachbartes  Schloß  transportirt,  läßt  sich  kuriren;
  man  kurirt  das  kranke  Bein  schlecht,  und  er  muß  es
sich  noch  einmal  wieder  abbrechen  lassen.  So  ging  es  noch
einmal,  und  doch  lief  er  wie  jüngst  der  Patriarch  Jacob,
hinkte  sein  ganzes  Leben  hindurch.  In  den  langen  tröben
Tagen,  wie  er  auf  dem  Schlosse  lag,  verlangte  er,  man  solle
ihm  einen  Ritterroman  geben.  Zum  Ungläck  war  kein  Siegwart
  im  Schloß.  Man  holte  ihm  einen,  worin  recht  viel
von  spanischen  Bößenden,  Heiligen,  Märkyrern  stand:  Florcs
sanctorum.  In  der  Langeweile  wirkte  das  so  auf  seinen
Kopf,  daß  er  geistlich  verrückt  dabei  wurde.  Er  entschließt
sich,  die  Rolle  nachzuspielen,  die  diese  ihm  vorgespielt  haben,
auf  eine  gleiche  Art  sich  zu  flagelliren,  und  sobald  ihm  Gott
auf  die  Beine  helse,  mit  der  Bettlertasche  und  dem  Bettlerstabe
  nach  Jerusalem  zu  wallfahrten.