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laureus  wurde,  und  seit  1534  hieß  es  vollends:  Magister
Ignatius.

Nun  hätte  er  noch  Theologie  studiren  sollen,  denn  er
war  erst  Magister  Philosophiac;  das  war  ihm  aber  zu  langweilig.
  Seine  alten  Ritter-Ideen  erwachten  wieder  in  ihm.
Er  sah,  wie  die  Ketzerei  cinriß,  er  suchte  also  lieber  Seinesgleichen
  an  sich  zu  ziehen,  Jünglinge  zu  Paris  so  zu  formen,
wie  er  war.  Das  war  bei  den  Mirteln,  die  er  brauchte,  sehr
leicht.  Wo  er  einen  Studenten  wußte,  dem  es  an  Baarschaft
fehlte,  streckte  er  ihm  vor;  dem,  welcher  in  verdrießliche  Händel
  verwickelt  war,  half  er  heraus.  Denn  es  konnte  keine
Angelegenheit  geben,  in  die  er  nicht  dreist  hineingegangen
wäre;  und  wenn  er  einen  ganz  an  sich  gezogen  hatte,  fing
er  seine  exercitio  Spiritualia  mit  ihm  an.  Der  Zgling  mußte
sechs,  oft  acht  Tage  lang  fasten.  Er  machte  es,  wie  alle
Gaukler  von  jeber.  Wenn  Leere  im  Magen  ist  —  wußte  er  —
entstehen  wunderbare  Ideen  im  Kopf.  Er  ließ  also  fasten,
und  führte  die  feine  Art  von  Fasten  ein:  wenn  sie  recht  fromme,
Leute  seyen,  müßten  sie  bloß  vom  Anschauen  des  geweihten  Brods
leben  können.  So  bekommt  er  endlich  in  Paris  sechs  Coinpagnons,
  —  der  erste  kleine  dürftige  Fonds  zu  dem
Orden,  vor  welchem  nachher  alle  Könige  zitterten.


Seine  alte  Idee  wachte  auf,  jetzt  wäre  etwas  in  Palästina
  auszurichten.  Er  geht  daher  nach  Venedig  und  bestellt
auch  seine  Kameraden  dahin;  jeder  sollte  auf  einem  verschie,
denen  Wege  da  eintreffen.  Wie  er  hier  ankommt,  hört  er,
daß  Krieg  mit  den  Oemanen  sey.  Die  Ueberfahrt  nach  Palästina
  war  also  unmöglich.  Er  muß  also  diesen  Plan  ganz
aufgeben.  Nun  entschloß  er  sich,  auf,  dem  alten  Wege  zu
bleiben  und  zu  predigen.  Unter  diesem  Predigen  muß  man
sich  aber  eine  ganz  sonderbare  Art  vorstellen.  Die  Compa-