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wisse,  vont  Pabst  so  gut  als  konfirmirt  seyn.  Ein  Privilegium,
das  keiner  der  übrigen  Orden  hat,  das  schon  allein  unmöglich
  machte,  die  Jesuiten  in  einen  Staat  aufzunehmen.
  Will  ein  religibser  Orden  in  einen  Staat  aufgenommen
  werden,  so  läßt  dieser  sich  seine  Konstiturion  vorlegen,
prüft  sie,  ob  sie  mit  seinem  Wohl  vereinbar  sey,  um  nicht
in  seinem  Schooß  eine  Gesellschaft  zu  haben,  durch  die  das
öffentliche  Wohl  untergraben  werde.  Nun  können  die  Jesuiten
bei  ihrer  ersien  Reception  völlig  offenherzig  ihre  damalige
Konstitution  dargelegt  haben,  der  Pabst  konnte  versichern:  das
sey  sie;  aber  nach  einigen  Jahren  gefiel  es  dem  Ordensgeneral,
  neue,  höchst  gefährliche  Regeln  der  Koustirution  einzuverleiben.
  Also  war  der  Orden  ein  Chamäleon,  dem
jeder  neue  General  eine  neue  Gestalt  geben
durfte.  Wie  schwach  die  Poluik  damals  in  Europa  gewesen
seyn  muß!  Oeffentlich  erhielten  sie  dieses  Privilegium,
dem  fast  von  Jahr  zu  Jahr  immer  neue  folgten,  z.  B.  zwei
Jahre  nachher  erhielten  sie  das  Privilegium,  das  auch  die
Bettelmönche  haben,  überall,  wo  sie  hinkämen,  jede  Kanzel
besteigen  zu  dürfen,  überall  Beichte  anzuhoͤren,  von  allen
Suͤnden  absolviren  zu  koͤnnen,  selbst  von  solchen,  welche  sich
der  apostolische  Stuhl  vorbehalten  habe,  uͤberall  Messe  zu  lesen
  und  alle  Sakramente  zu  verwahen,  ohne  erst  Einwilligung
des  Bischofs  oder  Pfarrers  abzuwarten.  Dieses  alles  zum
Skandal  für  die  Bischöfe,  für  die  übrigen  Orden  und  für  die
Weltgeistlichen,  denen  sie  Beichrkinder  wegkaperten!  So  wurden
  drei  Jahre  nach  den  Privilegien  neue  ausgestellt.  Die
Bulle  hat  den  Namen:  Aare  magnum,  weil  es  gleichsam
ein  Compler  von  unendlichen  Privilegien  war,  Alles  zusammen
  gebäuft,  was  sich  der  Orden  nur  wünschen  mochte.
Unstreitig  haben  diese  Privilegien  zu  seinem  Gedeihen  sehr
viel  beigetragen.