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gebaut  werden.  Sie  brauchten  die  Rolle  nicht  einmal  ein
Fahr  zu  spielen,  so  stand  ein  Palast  da.

2)  Ibr  ganz  rasender  Fanatismus.  Man  muß
sich  unter  den  ersten  Jesuiten  nicht  die  pfiffigsten  Geschpfe
denken,  die  uns  beim  Namen  Jesuit  erscheinen.  Es  wird
nicht  leicht  in  der  Welt  etwas  groß,  wo  nicht
beim  ersten  Entstehen  der  Größe  Fanatismus
mitwirken  muß.  Bloß  Schlauheit  und  Klugheit  dringt
nicht  so  durch  alle  Hindernisse  hindurch,  wie  Fanatismus.
Wirklich  hat  man  auch  in  der  Geschichte  weniger  Orden  so
auffallende  Beispiele  von  Fanatismus,  wie  bei  ihnen.  Es
kommt  oft  vor,  daß  sie  plötzlich  des  Nachts  in  der  Stadt
umberliesen  und  schrien:  wehe  der  fündigen  Stadr,
wehe  der  großen  Stadt!  eine  Art  zu  predigen,  wie  man
sie  in  einer  Stadt,  wo  gute  Polizei  herrscht,  nicht  wünscht.
Sie  geißelten  sich  so  auf  den  Straßen,  daß  ein  Mensch  von
einiger  Empfindung  nicht  zusehen  konnte.  Ein  Beweis,  wie
weit  es  der  Mensch  in  der  Härte  gegen  sich  und  in  der  Fühllosigkeit
  bringen  kann,  ist  ein  spanischer  Jesuit,  der  ehemals
Bicekdnig  von  Katalonien  gewesen  war,  der  so  gegen  sich
wüthete,  daß  der  heilige  Ignaz  selbst  ihm  zuletzt  einen  Ober-Aufseher
  gab,  der  ihm  Maaß  und  Ziel  setzen  sollte.  Ebenso
kommt  in  einer  andern  Beziehung  der  Fall  vor,  daß  einmal
einer  ganz  rasend  durch  die  Stadt  lief,  so  nackt  als  kaum
der  Wohlstand  erlaubt,  und  wo  ihn  Jemand  trat,  machte  er
Danksagungen,  bot  seine  Backen  dem  Andern  dar.  Zuerst
lachte  man;  dann  suspendirte  man  das  Urtheil;
am  Ende  bewunderte  man.

3)  Der  Hauptgrundsatz  des  Ordens  von  der  ersten  Zeit
an  war:  das  ist  fromm  und  recht,  was  dem  Orden
aufbilft!  Mso:  Interesse  des  Ordens  Kanon  der  Moraglität.