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Würde  annehmen.  Er  selbst  verbat  fie,  weil  durch  all
dieß  nach  seiner  Meinung  Zusammenhang  des  Ordens,  strenge
Subordination,  selbst  sein  eigenes  Verhältniß  gegen  den  Pabst
geändert  worden  seyn  würde.  Unstreitig  sah  hier  Loyola,  oder
der,  der  ihm  die  Brille  aufgesetzt,  weiter  als  die  Stifter  jedes
  andern  Ordens.  Dazu  kam:

5)  daß  sich  die  Jesuiten  gleich  in  den  zehn  ersten  Jahren
  ihrer  Stifrung  als  auHerordentlich  brauchbar  zur  Be,
streitung  der  Ketzerei  mit  Waffen  der  Ehrlichkeit
und  Waffen  des  Jesuitismus  bewiesen.

Wo  seit  4540  in  Deutschland  ein  Reichstag,  ein  Colloquium
  zwischen  Katholiken  und  Protestanten  war,  waren  zuverläßig
  Jesuiten  dabei.  Wo  Reformatoren  in  eine  Stadt
kamen,  und  die  Geistlichkeit  dem  Disputiren  mit  den  Protestanten
  nicht  gewachsen  war,  weil  diese  die  Bibel  citirt  haben
wollten,  holte  man  Jesuiten.  Also  ein  unschätzbarer  Orden
für  dieses  Zeitalter.  Wie  sie  jede  Kunst  der  Verleumdung,
offenbare  Lüge,  künsiliche  Verdrehung  gebraucht  haben,  davon
nur  Ein  Beispiel:  —  die  Art,  wie  der  Tod  Luthers  in  den
Annalen  des  Jesuiten-Ordens  angeführt  wird.  „Ich  mag,
beißt  es  hier,  dieses  höllische  Ungeheuer  bei  seinem
Namen  nicht  nennen,  diesen  Verräther  der  katholischen
  Religion,  diesen  Flüchtling  aus  dem
Kloster,  diesen  Wiederhersteller  aller  Ketzerci,
dieses  Scheusal  vor  Gott  und  den  Menschen.  —
Er  starb  im  achtzehnten  Jahre  seines  Abfalls,
nachdem  er  des  Abends  zuvor  trefflich  gesoffen,
bangquetirt  und  nach  seiner  Art  Possen  gerissen;
in  der  Nacht  darauf  gab  er  seinen  lasterhaften
Geist  auf;  ein  berrlicher  Bissen  für  den  Teufel,
der  sich  an  solchen  Brocken  recht  sättigen  kann!“
Kam  ein  solches  Buch  nach  Spanien,  wo  man  von  Luthern