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päbstlichen  Bullen  selbst.  Der  Pabst  gab  ihnen  das  Pribilegium:
  was  der  General  verfüge,  solle  eo  ipso  als
päbstlich  con  firmirt  angesehen  werden.  «

Man  kann  also  durchaus  fuͤr  keinen  Zeitpunkt  wissen,
was  eigentlich  wahre  innere  Einrichtung  der  saubern  Gesellschaft
  Jesu  war,  abstrahirt  von  dem  Hauptgrunde,  der  durch
alle  Zeitraͤume  blieb:  der  unbedingten  despotischen
Gewalt  des  Gener  als.  Am  Ende  des  sechzehnten  Jahrhunderts
  entstand  im  Jesuiten-Orden  selbst  eine  große  Gaͤhrung,
  besonders  empoͤrten  sich  die  spanischen  Jesuiten.  Sie
wollten  einmal  wissen,  was  essentiell  zum  Orden  gehoͤre,  so
essentiell,  daß  kein  General  das  Recht  habe,  das  zu  ändern.
Die  Sache  kam  vor  den  Pabst,  und  am  Ende  war  das  Resultat,
  daß  der  General,  nicht  gebunden  an  das,
was  seine  Vorgänger  gethan,  eingeräumt,  verboten
  haben,  nach  Willkür  ändern  dürfe.

Konnte  je  ein  Orden  der  Art  in  einem  guten  Staate
geduldet  werden?  Wenn  man  auch  voraussetzt,  daß  alle  Mitglieder
  im  Orden  die  edelsten  Menschen,  die  Direktion  des
Ordens  untadelhaft  war,  eine  Gesellschaft,  von  deren  Konstitution
  man  uicht  allein  gar  nichts  weiß,  sondern  deren  Wirkungen
  auf  das  Ganze  des  Staats  offenbar  bochst  verdächtig
sind,  ist  immer  gefährlich!  Auch  flohen,  wo  JFesuiten
hinkamen,  die  Wissenschaften,  —  eine  allgemeine  Erfahrung,
durch  alle  Länder  hindurchgeführt.  Es  ist  also  vielmehr  zu
verwundern,  daß  dieser  Orden  so  lange  gedulder  worden  ist,
als  daß  er  gestürzt  wurde.  Daß  dieser  Sturz  so  spaͤt  erfolgte,
ist  ein  Beweis  der  elenden  Politik  der  Könige,  ein  Beweis,
daß  gerade  im  Kabinet  die  am  wenigsien  aufgeklärten  Menschen
  gewesen  sind.