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stolzen  Ludwig  dazu  gewöhnt,  und  noch  mehr  hatte  es  Ludwig
  im  spanischen  Surccessions-Kriege  kennen  gelernt.  So
wie  sich  aber  dieses  Handels-Interesse  aufklärte,  Europa  dadurch
  in  einige  Kommunikation  untereinander  kam,  mußte  der
Orden  fallen,  dessen  wichtigste  Grundsäule  auf  entfernten
  amerikanischen  Missionen  beruhte.

3)  Die  Literatur,  besonders  die  Geschichtskunde,
hatte,  selbst  durch  französische  Gewalkthätigkeit  und  Kriege,
eine  solche  Veränderung  erlitten,  daß  das  Licht  endlich
durchbrechen  mußre.  Das  Jahrhundert  Ludwigs  XIV.
hatte  Schriftsteller  geweckt,  die  allgemein  gelesen  wurden,  und
als  ein  Nachwuchs  dieses  Jahrhunderts,  der  aber  schöner
war,  als  das  ganze  Jahrhundert  selbst,  kann  der  Schriftsteller
angesehen  werden,  der  im  Ganzen  gewiß  so  viel  als  Jansen
zum  Sturz  des  Jesuiten-Ordens  beitrug,  Voltaire.  Er  eröffnete
  der  Literatur  ein  Publikum,  das  ihr  bisher  ganz  verschlossen
  gewesen  war,  lehrte  die  Könige  und  ihre  Minister
Bücher  lesen,  schrieb  gerade  so,  wie  es  das  Publikum  versteben
  konnte,  machte  lachen,  und  ließ  sich  nicht  auf  gelehrte
Argumentation  ein.  Er  erhielt  das  Publikum  beständig  in
Athem,  worin  er  es  einmal  gesetzt  hatte,  weil  seines  Kopfes
und  seiner  Handarbeit  kein  Ende  war;  er  gab  seine  Angriffe
auf  die  ganze  Mönchs-Hierarchie  in  so  verschiedenen  Formen,
  daß  sie  auf  die  verschiedensten  Gesinnungen  wirken
mußten.

Bei  einem  durch  diese  drei  zusammentreffenden  historischen
  Umstände  völlig  veränderten  Zeitalter  würden  dem  Orden
nur  zwei  Wege  übrig  geblieben  seyn,  sich  zu  retten:
einen  allgemeinen  Fanatismus  zu  erwecken,  der
das  Eindringen  des  Lichts  verhindert  hätte
oder  sich  auf  die  andere  Seite  zu  legen,  aus  Scholastikern  in
neue  Philosophen  sich  umzuformen.  Das  erste

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