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Mittel  versuchte  der  Orden  wirklich,  aber  nicht  als  Praͤservativ
  des  Ordens,  sondern  als  Mittel  der  Auferstehung,  und
dafür  kamen  Gaß  ners  Historien  zu  spät.  Zweck  derselben
war  gewiß  kein  anderer,  als  der:  den  Kadaver  des  Jesuiten=Ordens
  zu  beleben,  aber  dafür  kam  das  Spiel  zu  spär,  besonders
  in  dem  Lande,  wo  es  aufgeführt  wurde.  Au  helleren
Orten,  als  es  in  Ober-Schwaben  ist,  z.  B.  in  Frankreich,
durfte  sich  Gaßner  und.  Schröpfer  mit  dem  ganzen  Gefolge
  von  Goldmachern  und  Jauberern  nicht  sehen  lassen.  Da
seit  dem  spanischen  Successions-Kriege  die  Philosophic  eine
andere  Wendung  nahm,  so  lag  von  diesem  Zeitpunkte  an  der
Fall  der  Jesuiten  im  bistorischen  Zusammenhange
des  Zeitalters;  ihr  Fall,  sage  ich,  aber  nicht  ihr  Sturz.
Dieser  ist  das  Werk  der  Zusammenkettung  der  verschiedensten
Umstände,  wie  wenn  die  Vorsehung  Alles  recht  absichtlich  so
gefügt  hätte.

Sollen  wir  zurückgehen  und  analysiren,  wie  die  Jesniten
sich  das  erste  Stück  Holz  zu  ihrem  Scheiterhaufen  selbst  hintrugen,
  so  war  es  1740,  bei  der  Wahl  Benedikts  XIV.
Der  erste  Grundfehler,  den  sie  begingen,  war,  daß  sie
zugaben,  daß  Lambertini  Pabst  wurde.  Dieser  hatte  sich
vorher  beständig  als  abgesagter  Feind  der  Jesuiten  bewiesen;
war  als  Kardinal  bei  allen  Kongregationen  ihnen  eutgegen
gewesen,  und  nun  gaben  sie,  da  das  Gegentheil  etwa  ein  paar
tausend  Scudi  mehr  gekostet  hätte,  seine  Erwählung  zu.  Wenn
wir  uns  in  die  damalige  Zeit  versetzen,  so  konnte  der  scharffinnigste
  Kopf  nicht  vermuthen,  was  nachher  ssch  ereignete,  daß
ein  Pabst,  der  mehr  auf  Lustigseyn,  als  auf  Theologie  und
reine  Grundsätze  hielt,  zu  fürchten  seyn  solle;  daß  überhaupt
der,  der  den  Orden  zuletzt  hinrichten  werde,  je  ein  Pabst  seyn
werde.  Und  wenn  auch  von  Benedikts  Gesinnungen  etwas
zu  fürchten  gewesen  wäre,  so  kam  doch  immer  Alles  darauf