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an,  welchen  Staatssekretaͤr  er  waͤhlen  wuͤrde.  Hier  war
wieder  nicht  vorauszusehen,  daß  seine  Wahl  gerade  den  abgesagtesten
  Feind  der  Jesuiten  treffen  würde;  Benedikt  wählte
den  Kardinal  Passionei  nicht  dehwegen  zu  seinem  Staats-Sekretär,
  weil  er  Feind  der  Jesuiten  war,  sondern  weil  er
seinen  Umgang  als  den  Umgang  eines  gelehrten  Mannes
liebte.

Der  andere  Fehler,  wodurch  sie  zu  ihrem  Sturz  selbst
beitrugen,  ist  vielleicht  weniger  entschuldbar.  Sie  selbst  hoben
in  Portugal  einen  Mann,  der  allgemein  daselbst  gehaßr,  allgemein
  als  solcher  angesehen  war,  der  keinen  neben  sich,  über
sich  leiden  konnte,  der  in  Wien  und  London  protestantische
und  deistische  Aufklärung  geholt  habe.  Daß  die  Jesuiten  den
Mann  nicht  besser  studirten,  ehe  sie  ihn  beim  Koͤnig  Joseph
  I.  in  Portugal  so  empfohlen,  daß  er  sein  erster  Staats-Sekretär
  wurde!  Ein  Fehler,  der  dem  Orden  das  Leben  kosiete,
  aber  auch  damals  nicht  für  so  wichtig  gehalten  werden
konnte.  Denn  es  war  gegen  alle  bisherige  Geschichte,  daß
je  ein  Minister  von  Porkugal,  dem  elenden  kleinen  Reiche,
durch  sein  Beispiel  auf  die  übrigen  europäischen  Monarchen
so  entscheidenden  Einfluß  haben  werde,  daß,  wenn  sie  sich
auch  in  der  Wahl  des  Ministers  verfehlten,  der  Minister  eine
so  ausdauernde  Härte  haben  würde.  Es  war  nicht  vorauszuschen,
  wer,  wenn  Pombal  undankbar  werden  würde,  am
Ende  den  Sieg  davontrug,  ob  die  Jesuiten  oder  Pombal.
Die  Jesuiten  behaupteten  sich  auch  trotz  aller  Kabalen  des  Ministers,
  dessen  grenzenlosen  Despotismus  sie  allein  einzuschränken
  im  Stande  waren,  sieben  Fahre  hindurch.

Gleich  in  der  ersten  Zeit  kamen  sie  ihm  in  den  Weg
wegen  des  Wein-Monopols,  das  er  in  Frankreich  auf  eine
grausame  Art  zu  behaupten  suchte,  und  wegen  eines  Tausches,
den  der  Minister  mit  dem  spanischen  Hofe  vorhatte.  Der