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daß  kein  spanischer  Kronbedienter  das  Land  betreten  sollte.
Dieses  Gesetz  war  schon  zu  Anfang  des  vorigen  (siebenzehnten)
Jahrhunderts  gemacht  worden,  und  die  Jesuiten  mußten  versprechen,
  von  jedem.  Kopfe  einen  Piaster  in  die  kbnigliche
Kasse  zu  liefern.

Der  Minister,  auf's  äuherste  erbittert,  daß  er  hier  Widerstand
  gefunden  habe,  wenn  anders  nicht  Alles  Fikrion  ist
(denn  Alles  beruht  auf  der  Relation  des  Ministers),  wandte
sich  an  den  Pabst  nach  Rom,  durch  den  Pabst  die  Jesuiten
zu  schlagen.  Man  nahm  von  ihrem  Betragen  in  Lissabon
einen  Vorwand.  Den  alten,  sast  in  den  letzten  Zügen  liegenden
  Pabst  bringt  sein  Staatssekretär  dahin,  daß  er  ihm
auf  dem  Todbette  ein  Breve  an  den  Patriarchen  in  Lissabon
unterschreibr,  in  aller  Stille  alle  Kollegien  der  Jesuiten  zu
überfallen,  sie  zu  visitiren,  Reformations-Vorschläge  zu  thun,
und  den  ganzen  Bericht  nach  Rom  abzustatten.  Wahrscheinlich
  bewog  den  Pabst  zu  dem  raschen  Schritte  die  Nachricht,
daß  die  Jesuiten  einen  Königsmord  in  Portugal  angesüftet
bätten.  Es  ist  aber  erwiesen,  daß  man  den  König  nicht  umbringen
  wollte,  und  daß  an  dem  ganzen  Versuch  Fesuiten
nicht  Theil  gehabt  haben,  daß  man  also  sieht:  Pombal,  entweder
  durch  Leidenschaft  oder  Abneigung  gegen  die  Jesuiten
verblendet,  fuhr  oft  zu  als  Tyrann,  wo  gar  kein  Recht  auf
seiner  Seite  war.  Das  Breve  kommt  nach  Lissabon,  ohne
daß  der  Jesuiten-General  davon  die  geringsie  Nachricht  hat,
und  die  Jesuiten  in  Hortugal  gaben  sich  alle  ersinnliche  Mühe,
den  Patriarchen  auf  ihre  Seite  zu  ziehen.  So  viel  wichtiger
war  es  alsdann,  30,000  Scudi  nicht  zu  sparen,  damit  an
Benedikts  Stelle  ein  Pabst  gewählt  würde,  der  ihr  Freund
war,  Clemens  XIII.  Sie  gaben  ihm  als  Staatssekretär
  einen  ihnen  noch  ergebeneren  Mann,  Kardinal  Torreggiani.
