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in  Martinique  an:  wenn  sie  ihm  ihre  Gelder  anvertrauen
wuͤrden,  sollte  in  Frankreich  ganz  die  Summe  ausbezahlt
werden,  die  er  in  Martinique  erhalte,  nur  koͤnne  er  das  Geld
nicht  früher  bezahlen  lassen,  als  nach  Verlauf  von  zwei  Jahren.

  Darüber  war  nun  Jedermann  froh;  man  verlor  hböchsiens
  zehn  Prozent,  und  Niemand  fand  seine  Rechnung  mehr
dabei,  als  La  Valette.  Alles  Geld  floß  in  seine  Heude,  er
wucherte  damit;  und  mit  Huͤlfe  seiner  Ordens-Korrespondenz,
die  ihm  unter  den  ersten  Handlungshäusern  in  Frankreich
Verbindungen  verschaffte,  ließ  er  auszahlen.  In  Kurzem
ward  seine  Handlung  auf  Martinique  die  alleransehulichste.
Alle  anderen  Kaufleute  verdarben,  er  etrichtete  die  prächtigsten
Magazine,  kauste  Güter,  spielte  den  Handel  immer  mehr  in's
Große,  so  daß  die  ruinirten  Kaufleute  sich  an  das  Parlament
zu  Paris  wandten.  Dem  Pater  La  Valette  und  dem  ganzen
Jesuiten-Orden  wurde  der  Handel  verboten;  aber,  anstatt  daß
der  Orden  den  Prokurator  hätte  strafen  sollen,  wurde  er  vielmehr
  im  Orden  befördert,  und  der  Handel  ging  nach  der
Ahndung  des  Parlaments  viel  stärker  als  vorher.  Die  Engländer
  aber  (mit  denen  eben  der  Krieg  im  Jahr  4755  ausgebrochen
  war)  machten  einen  häßlichen  Strich  durch  die
Rechnung.  La  Valette  hatte  an  ein  großes  Kaufmannshaus  in
Maorseille  eine  Jahlung  von  1½  Millionen  Livres  zu  machen.
Er  verspricht  seinem  Korrespondenten,  ihn  mit  Waaren  zu
bezahlen.  Das  Schiff,  worauf  für  zwei  Millionen  Güter
waren,  fangen  die  Engländer  auf  (1757).  Nun  entstand  die
Frage,  wer  den  Verlust  leiden  solle?  Die  Kaufleute  konnten
ihn  nicht  leiden,  sie  hatten  die  Waaren  nicht  empfangen,
wurden  aber  von  den  Gläubigern  bedrängt.  La  Valette?  Er
hatte  nichts,  war  ein  armer  Mann.  Das  Collegium,  wozu
er  gehoͤrte?  Dazu  war  die  Summe  zu  groß.  Sollte  nicht,