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die  Gesellen  Jesu  fuͤr  entschiedene  Schurken  ansieht.  Es  war
in  denselben  fast  mit  kindischer  Genauigkeit  vorgeschrieben,  was
der  Empfaͤnger  der  Ordres  zu  thun  habe;  es  waren  die  Personen
  genannt,  mit  welchen  er  vor  das  Jesuiten-Collegium
gehen  solle.  Zur  Stunde  wurde  Hochmitternacht  bestimmt.
Der  Beauftragte  sollte  sich  vor  dem  Hause  aufstellen,  und  da
so  lange  stehen  bleiben,  bis  der  Rektor  des  Collegiums  käme,
dann  ihm  sagen:  er  wolle  hinein;  er  solle  sofort  seine  Leute
selbst  herumschicken,  die  Jesuiten  zu  wecken;  dann  sollte  dem  Orden
  der  königliche  Befehl,  daß  die  Herren  augenblicklich  transportirt
  werden  sollten,  vorgelesen  werden;  auch  sollten  unterdeß
  Wagen  bereit  gehalten  werden,  um  sie  sogleich  einzupacken.
Mit  unbegreiflicher  Pünktlichkeit  werden  die  Jesuiten  so  an
einem  Tage  in  Spanien  überfallen;  und  wenigstens  hat  man
so  viel  nirgends  in  den  Jesuiten-Collegien  gefunden,  als  in
Spanien.  Zu  Madrid  kam  ein  rührender  und  betrübter  Auftritt
  zum  Vorschein.  Man  zog  einen  lahmen  Menschen  hervor,
  der  vierzehn  Jahr  lang  da  gesteckt  hatte,  bei  Wasser  und
Brod.  Er  hatte  das  große  Verbrechen  auf  sich,  daß  er  einer
Dame,  welche  die  Jesuiten  in's  Testament  hatte  setzen  wollen,
es  mißrathen.  In  manchem  Kloster  fand  man  auch  Jauberei-Recepte,
  um  Vissonen  zu  bekommen.  Die  Anzahl  der  im
spanischen  Amerika  aufgefangenen  Jesuiten  war  2245.

Noch  in  der  Todesstunde  sträubte  sich  die  Schlange.
Kurz  vorher,  ehe  der  Sturm  in  Spanien  völlig  ausbrach,
eröffneten  die  Jesuiten  durch  den  Pabst  in  Italien  noch  eine
Scene,  die  letzte  Scene  der  sterbenden  Hierarchie.  Der  Herzog
  von  Parma  war  dem  Beispiele  der  beiden  bourbonischen
  Mächte  gefolgt,  die  geistliche  Jurisdiktion  einzuschränken;
er  hatte  die  Appellation  nach  Rom  verboten  und  einen  eigenen
  geistlichen  Gerichtshof  errichtet.  Ueber  die  Verfügung  des
Herzogs,  weil  er  Lehumann  des  heiligen  Stuhls  seyn  sollte,