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Wink  von  scheinbaren,  sondern  das  Ganze  reducirt  sich
darauf:  der  Orden  sey  zum  Rutzen  der  Kirche  gestiftet  worden.
So  lange  der  Zweck  fortgedauert  habe,  habe  auch  der  Orden
fortgedauert;  da  er  aber  dem  Zwecke  nicht  mehr  zu  entsprechen
scheine,  bebe  der  Pabst  ihn  auf,  und  der  Pabst  habe  das
Recht,  Orden  aufzuheben,  welches  letztere  mit  vielen  Beispielen
  voriger  Päbste  erwiesen  wird.

Nun  sind  es  vierzehn  Jahre,  daß  er  aufgehoben  ist,  und
man  hat  in  Rücksicht  auf  die  hierarchischen  Begebenheiten
dieses  Jahrzehends  diese  Aufhebung  Ganganelli  zum  großen
politischen  Fehler  angerechnet,  den  Schritr,  den  er  hier  zum
Wohl  der  Menschheit  that,  als  etwas  augesehen,  wodurch  er
sich  selbst  und  seiner  Macht  geschadet  habe.  Wenn  wir  uns
aber  ganz  unparteüsch  in's  Jahr  1775  zurücksetzen,  so  war
das  nicht  als  wahrscheinlich  vorauszusehen,  was  wir  jetzt  in
Ansehung  gewisser  Veränderungen  der  katholischen  Hierarchie
wissen.  Es  stehen  diese  Veränderungen  nicht  in  nothwendiger
bistorischer  Verbindung  mit  der  Aufhebung  des  Jesuiten=  Ordens.
  Konnte  der  Pabst  vorausschen,  daß  im  Kopfe  des
Mannes,  der  das  Conclave  besuchte,  solche  götzenstürmende
Ideen  ruhten,  als  sich  jetzt  gezeigt  hat?  Härte  sich  des  Kaisers
  Auge  1779  geschlossen,  ehe  Maria  Theresia  entschlief,  so
würden  wir  von  den  großen  Wirkungen,  welche  die  Aufbebung
  des  Jesuiten-Ordens  zur  Veränderung  der  Hierarchie
gehabt  haben  soll,  nichts  haben  sagen  können.  Ueberdieß
siebt  man:  in  Frankreich  und  Spanien  bleibt  es  wie  es  war;
in  allen  Reichen,  wo  nicht  der  Regent,  protestantisch  ausgeklärt,
  selbst  gewirkt  hat,  ist  der  Zustand  vielmchr  noch  schlimmer
  geworden.  Die  französische  theologische  Literatur  ist  seit
der  Zeit  der  Aufhebung  des  Jesuiten-Ordens  vollends  versunken,
  und  die  spanische  Kirche  ist  nun  vollends  der  vollkommene