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Ein  paar  Umstände  trugen  noch  besonders  dazu  bei,
dem  Lehrer  ein  größeres  Ansehen  zu  verschaffen,  als
ihm  nach  seiner  ursprünglichen  Besiimmung  gebührte:

4)  Sobald  die  Gemeinden  ausgebreiteter  wurden,  so  hörte
auch  jene  innig  genaue  persoͤnliche  Bekanurschaft
zwischen  Lehrern  und  Juhörern  auf;  der  gottesdienstlichen
  Personen  mußten  immer  mehrere  werden,
  Diakonen,  Diakonissinnen,  Presbyrers  #c.  K.  Unter  diesen
  Mehreren  war  immer  ein  Mann  von  vorzüglicherem  Ansehen
  nothwendig,  und  jener  ganze  Haufe  wurde  gleichsam
sein  Gefolge.

2)  Selbst  durch  manche,  übrigens  sehr  unschuldige,  Ausdrücke
  der  Paulinischen  Briese  wurde  man  veraulaßt,  eine
Parallele  zwischen  dem  Lehrer  dieser  neuen  Gesellschaft  und
den  jüdischen  Priestern  zu  machen.  Die  jüdischen  Priester
und  Leviten  waren  aber  ihrer  ursprünglichen  Bestimmung  nach
gleichsam  der  Adel  der  jüdischen  Nation;  sie  hatten  Rechte,
an  die  der  christliche  Lehrer  gar  keinen  rechtmäßigen  Anspruch
machen  konnte.  Zuerst  spielte  man  bloß  mit  Worten;  Wortspiele
  aber,  die  endlich  so  ganz  Sprachgebrauch  wurden,  gingen
endlich  in  die  Sache  selbst  über.

5)  Eine  verfolgte  Partie  hält  sich  immer  fester  zusammen,
  ehrt  diejenigen  Mitglieder  immer  am  vorzüglichsten,
  die  der  Verfolgung  am  meisten  ausgesetzt
sind.  Die  ersten  Chrisien  übertrieben  ihre  Verehrung  der
Märtyrer  noch  mebr;  auch  ohne  Märtpyrer  zu  werden,
bloß  unter  großen  Leiden  das  Evangelium  bekannt  zu  haben
(Confessoren),  verschaffte  schon  Achtung.  Man  nahm  einen
um  Verbrechen  willen  aus  der  Kirchengemeinschaft  gestoßenen
Mann  wieder  in  dieselbe  auf,  wenn  er  nur  beweisen  konnte,
daß  sich  ein  Märtyrer  seiner  Gemeinschaft  nicht  geschämt  babe.
Und  da  ein  großer  Theil  der  Bischöfe  als  diejenigen  angesehen