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wurden,  welche  der  Verfolgung  am  meisten  ausgesetzt
waren,  so  erhielten  sie  auch  der  Ehre  am  meisten.

Diese  erste  Periode  der  Entwickelung  der  Regierung
  der  Kirche  hat  sich  bis  an  die  Synode  von
Nicäa  hingezogen,  und  ist  erst  alsdann  vollen  det  worden,
  da  Konstantin  aufing,  den  Bischoͤfen  so  außerordentliche
Ehre  zu  erweisen,  sie  zur  Tafel  zog,  in  dem  Ton  des  devoten
Schuͤlers  mit  ihnen  sprach;  da  die  Kirche  mehr  an  Reichthuͤ-mern
  zunahm,  also  auch  derjenige  bedeutender  wurde,  in  dessen
  Gewalt  die  Administration  der  bffentlichen  Kirchenkasse
war.  Mehr  noch  trug  dazu  bei,  daß  die  Bischfe  durch
das  Synodenbalten  ein  eigenes  Korps  zu  formiren
anfingen.,  über  Glaubenssachen  und  Ketzereien  nun  willkürlich
und  mit  mehr  Nachdruck  entschieden,  als  vorher,  weil  jetzt  der
Kaiser  durch  Strasen  und  Landesverweisungen  crequirte,  was
sie  unter  seinem  Einflusse  beschlossen  hatten.  Den  wichtigsten
Einfluß  aber  harte,  daß  sich  nach  und  nach  unter  den  Bischöfen
  selbst  einige  emporhoben,  die  gleichsam  Magnaten
des  neuen  Korps  waren,  in  das  sich  jetzt  der  Episkopat  bildete.
  Die  geringeren  Vischöfe  wollten  nun  doch,  so  viel  ihnen
moͤglich  war,  nicht  geringer  seyn,  als  jene  Vornehmeren,  und
jene  Vornehmeren,  ein  Bischof  von  Alerandrien,  Antiochien,
Ephesus,  hatten  sich  freilich  schon  längst  zum  Herrn  ihrer
Kirche,  zum  Gebieter  des  öbrigen  Klerus  derselben  gemacht.

Für  eben  diese  neue  Revolmion,  daß  der  Klerus  und
vorzüglich  die  Bischöfe  selbst  nach  und  nach  untereinander
  ein  Korps  ausmachten,  das  eine  aristokratisch-monarchische
  Verfassung  bekam,  trugen  noch
ganz  andere  Ursachen  bei,  als  die  bisherigen,  ungeachtet
auch  die  bisherigen  sehr  stark  wirkten:

4)  Bebiek  diejenige  Gemeinde  immer  einen  vorzüglichen
Grad  von  Antoritäl  vor  den  übrigen,  welche  zuerst  in  gewissen