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und  mit  dem  ersten  Bischof  des  Occidents  sich  zu  verbinden.


PDPo)  Wenn  zwischen  Bischöfen  etlicher  benachbarten  Reiche
Streit  entstand,  so  hatte  man  meistens  keine  andere  Wahl,
als  die  Sentenz  oder  Meinung  des  rdmischen  Bischofs  nachzusuchen;
  wenigsiens  war  diejenige  Partie  immer  um  Vieles
verstärkt,  welche  diesen  auf  der  Seite  hatte.  Durch  solche
Emscheidungen,  die  anfangs  nur  schiedsrichterliche  waren,
  bekam  endlich  der  rdmische  Bischof  ein  eigentlich  richterliches
  Ansehen.

c)  Man  sah  überhaupt  Italien  als  das  Haupt  des
Occidents  und  als  das  bcceidentalische  Paradies  an;
fast  alle  Völker,  ehe  sie  von  einer  der  übrigen  Provinzen  Besitz
  nahmen,  waren  in  Italien  gewesen;  selbst  auch  bei  den
Königen  der  sogenannten  barbarischen  Völker,  welche  in  den
verschiedenen  Provinzen  eigene  Reiche  aufrichteten,  war  immer
  noch  große  Achtung  vor  dem  Namen  Rom.  Von  dieser
  Achtung,  die  sich  freilich  nicht  mehr  auf  innere
Kraft,  sondern  auf  Thaten  der  Vorväter  gründete,
  zog  unterdeß  der  rômische  Bischof  seinen  großen
Nutzen.

4)  Auf  diese  Art  wurde  die  Welt  vorbereitet,  sich  nicht
mehr  zu  verwundern,  wenn  ihr  in  einer  Sammlung  allgemeiner
  Kirchengesetze  —  auch  Dekretalen  des  römischen
  Bischofs  vorgelegt  wurden.  Zu  gleicher  Zeit  erschienen
  doch  auch  Sammlungen  im  Orient,  wo  Epistolae  canonicae
  neben  anderen  allgemeinen  Kirchengesetzen  stunden.  Freilich
sparsamer:  aber  die  Ursache  des  Mehr  oder  Weniger  lag  bloß
in  dußeren  Umständen.

Johann  von  Antiochien,  fast  ein  Zeitgenosse
des  Dionysius,  gab  eine  Collectio  canonum  heraus  und  setzte
eine  Epistola  canonica  Basilii  den  übrigen  allgemeinen