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unmerklicher  gemacht  worden  ist,  daß  man  von  systematischer
zu  systematischer  Sammlung  nach  und  nach  Alles  übertrug.

Stellt  man  sich  diese  Sammlungen  in  dieser  Absicht,
gleichsam  in  einem  chronologischen  Ueberblick  hin,  so
sieht  man:  "  ·  '

1)  Anfangs  hat  man  immer  noch  dazu  gesetzt,  woher
man  diese  so  unerwartet  neuen  Canones  habe:  man  fühlte  das
Auffallende,  daß  Aktenstücke  der  drei  ersten  Jahrhunderte  nun
im  neunten  Jahrhundert  wie  ein  Deus  ex  machina  hervorkommen
  sollten.  So  als  der  Mainzische  Diakon  Benedikt  im  Jahre
845  seine  Kapitularien-Sammlung  machte,  und  diese  neue
Waare  in  dieselbe  eintrug,  verwahrt  er  sich  in  der  Vorrede,
indem  er  sagt,  er  habe  Manches  aus  dem  Mainzischen  Archiv
erhalten.  Uebrigens  hat  er  noch  die  Vorsicht,  nicht  bei  jedem
einzelnen  Titel  beizusetzen:  ex  Epist.  Sisti,  Clementis,
Melchiadis,  sondern  er  setzte  Lie  Verordnung  hin,  ohne  zu
bemerken,  woher  sie  genommen  sey;  es  war  nicht  zu  trauen,
der  Betrug  hätte  gar  zu  leicht  entdeckt  werden  können;  man
hätte  sich  zu  oft  erinnern  müssen,  daß  im  gewöhrlichen  chronologischen
  Codex  canonum  keine  Epistolac  Clementis,  Lini,
Anacleti  u.  s.  w.  eristiren.

Schon  nicht  mehr  so  viel  Vorsicht  glaubte  derjenige  noͤ-thig
  zu  haben,  welcher  den  vierten  Anhang  zu  der  Kapitularien-Sammlung
  des  Diakons  Benedikt  machte:  er  setzte  geradehin
  von  jedem  Kanon,  woraus  er  genommen  sey;  er  befürchtere
  also  schon  weniger,  über  dieser  Sache  bestraft  zu
werden.

Regino  nimwt  nur  noch  wenig  aus  denselben  in  seine
Sammlung  auf;  aber  der  Jweisel  oder  Besorgniß  der  Zweifel
  wegen  der  Authentie  hat  sich  nun  doch,  wie  es  scheint,
ganz  aufgehoben.  Abbo,  über  ein  Halbjahrhundert  jünger
als  Regino,  scheint  noch  srei  zu  seyn,  vielleicht  aber  bloß