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macht,  so  verliert  er  seine  Wuͤrde,  und  Photius  wird  gendthigt,
  die  Patriarchen-Würde  anzunehmen.  Der  herrschenden
Partie  lag  daran,  auf  diesem  Posten  einen  Mann  zu  haben,
der  ganz  in  ihr  Interelse  verflochten.  Das  war  nun  Photius,
  aber  von  dieser  Zeit  an  wird  nun  sein  Leben  die  traurigste
  Abwechselung  von  Glück  und  Unglück.  Er  wird  zweimal
  abgesetzt,  und  stirbt  endlich  im  Jahre  886  im  Eril.

Photius  schrieb  zwei  vollkommen  ähnliche  Werke,  wie
Johann  von  Antiochien:

4)  Ein  Syntagma  canonum.  Man  hat  es  noch  nicht
gedruckt,  sondern  man  muß  sich  bloß  mit  der  Beschreibung
behelfen,  welche  Lambecius  comment.  de  Bibl.  Vindob.
L.  8.  pag.  454  macht.  Es  unterscheidet  sich  von  Johann's
Arbeit  in  nichts,  als  daß  mehrere  Stücke  darin  enthalten
sind,  und  daß  er  auch  andere  Abtheilungen  gemacht  hat.
Sonst  ist  es  eben  so,  wie  Johann's  Arbeit,  unter  gleichem
Titel,  eine  Materten-Ordnung  der  damals  im  allgemein  gangbaren
  Cockex  cononum  enthaltenen  Stücke.

2)  Nomo-Canon.  Hier  werden  die  Canones  und  Leges
Imperatorum  de  disciplina  ccclesiastica  harmonisch  unter
14  Titeln  zusammen  gceordnet.  Die  beste  Ausgabe  ist  in  Justelli
  biblioth.  jur.  can.  T.  II.  pag.  739.

Vergleicht  man  die  Stücke,  welche  das  Syntagma  enthält,
  mit  der  Aufzählung  derjenigen  Stücke,  welche  nach
can.  2  Concil.  Trallani  im  Codek  canonum  enthalten  sepn
sollen,  so  sieht  man,  daß  viele  neue  hinzugekommen  sind,  und
dah  aber  auch  einige  fehlen,  welche  dort  gezählt  werden.  Ein
deutlicher  Beweis,  wie  wenig  man  sich  durch  jenes  Gesetz  gebunden
  glaubte,  und  wie  selbst  der  angeseheuste  Bischof  des
Orients  von  demselben  abzuweichen  nicht  den  geringsten  Anstand
  nahm.  Er  rückte  in  seinen  Codex  canonum  jenes
Trullanische  Gesetz  ein,  und  bewies  doch  zugleich  durch  die