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unterbeß  mit  den  Deutschen  einen  kleinen  Vergleich,  worin  er
einigen  wenigen  Punkten  abhalf.  ·

So  entstand  das  Konkordat,  das  Pabst  Martin  V.
mit  den  Deutschen  schloß.  Sie  hatten  umstaͤndlich  ihre  Klagen
  uͤbergeben,  und  weil  er  sie  denn  doch  nicht  so  ganz  uͤbergehen
  konnte,  so  half  er  einigen  derselben  ab;  es  sollte  aber
Alles  nur  Interims-Verordnung  seyn,  bis  die  so  allgemein
erwartete  große  Resormation  an  Haupt  und  Gliedern  käme.
Wenn  es  aber  mit  dieser  auf  den  Pabst  angekommen  waͤre,
wie  lange  man  da  hätte  warten  müssen!

Der  Kaiser  trieb,  bis  endlich  die  Synode  nach  Basel
ausgeschrieben  wurde:  und  hier  zeigten  die  Synodal-Väter
mehr  muthige  Entschlossenheit,  als  auf  der  Kostnitzer  Synode.
Ungeachtet  der  Pabst  ganz  von  der  Synode  abgetreten  war,
alle  ihre  Verhandlungen  für  ungültig  erklärte,  die  Väter  erkommunicirte,
  so  fuhren  sie  doch  fort,  einen  Reformations-Artikel
  nach  dem  andern  vorzunehmen.  Erstlich  erklärten  sie,
noch  ehe  einmal  der  Bruch  so  weit  gekommen  war,  alle  Reservationen
  der  Pfründen  für  ungültig;  alsdann  verboten  sie
die  Bezahlung  der  Annaten  und  anderer  Tribute,  die  der  roͤ-mische
  Hof  unterdeß  auferlegt  hatte.  Die  Erbitterung  zwischen
dem  Pabst  und  den  Pätern  der  Basel'schen  Synode  stieg  endlich
  so  hoch,  daß  jede  Partie  die  andere  in  den  Bann  that,
der  Pabsi  ein  anderes  Concilium  zu  Ferrara  hielt,  und
die  Synode  einen  anderen  Pabst  machte.  '

Jedem  Theil  war  nun  darum  zu  thun,  sich  von  den  europaͤischen
  Maͤchten  so  viele  Anhänger  zu  verschaffen,  als  nur
moͤglich,  besonders  buhlten  beide  um  den  Beifall  der  Deutschen.
  Und  da  unterdeß  Sigismund  gestorben  war  und
Albert  an  der  Spitze  der  Deutschen  stand,  ein  Prinz,  der
Muth  und  Verstand  genug  hatte,  die  gegenwärtige  Situation
  zu  benützen,  so  schien  es  wirklich,  als  ob  die  gluͤckliche