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seyn  scheint,  es  moͤchte  aus  solchen  Schritten  ein  Kirchen-Schisma
  entstehen.  Der  Bloͤdsinn  des  Kaisers  gibt  sich  also
alle  Muͤhe,  die  Vereinigung  der  Kurfuͤrsten  zu  zertruͤmmern;
indeß  mit  seinen  Kabalen  baͤtte  es  wohl  nicht  so  viel  zu  sagen
gehabt,  wenn  er  nicht  unter  seinen  Sekretären  an  dem  Aeneas
Syloius  einen  sehr  listigen  Kopf  gehabt  hätte,  durch  welchen
die  ganze  Negotiation  betrieben  wurde.  Aencas  Syloius  gab
Dem  Pabste  von  jedem  kleinen  Vorgang  Nachricht,  damit  dieser
  sich  immer  darnach  richten  köunte,  suchte,  da  er  sah,  daß
es  unmoglich  sey,  das  ganze  Ungewitter  von  dem  Pabste  abzuwenden,
  wenigstens  das  Dividere  unter  den  Kurfürsten  zu
spielen,  und  machte  sich  besonders  an  Mainz,  und  da  der
Kurfürst  selbst  unbeweglich  schien,  so  theilte  er  2000  fl.  unter
den  Mainzischen  Räthen  aus,  die  ihren  Herrn  bald  abzubringen
  wußten.

Diese  2000  fl.  entschieden  auf  ewig  gewisse  der  wichtigsten
  Rechte  Deutschlands  und  seiner  Kirche.  Es  wird  von
Aeneas  Sploius  ein  neuer  Aufsatz  gemacht,  worin  die  Traktate
  zwischen  dem  Pabste  und  der  deutschen  Nation  festgesetzt
  werden;  man  bringt  den  Kurfürsten  von  Mainz  und
noch  ein  paar  der  anderen  Kurfürsien  dazu,  daß  sie  erklären,
sie  halten  diesen  Aussatz  für  so  billig,  daß  sie  von  der  gemeinschaftlichen
  Sache  abtreten  muͤßten,  wenn  sich  ihre  Kollegen
solche  Bedingungen  nicht  gefallen  lassen  wollten.  Durch  eine
neue  Gesandtschaft  wird  dieser  Aufsatz  nach  Rom  gebracht,
der  Pabst  läßt  sich  ihn  gefallen,  weil  ihm  der  Kaiser  schrieb,
daß  es  unmoglich  anders  durchgesetzt  werden  koͤnne.  Nur
bittet  sich  der  Pabst  wegen  der  vermeintlichen  Rechte,  die  er
hier  hätte  aufopfern  müssen,  eine  Entschädigung  aus,  und  hat
noch  die  Ehrlichkeit,  daß  er  an  eben  dem  Tag,  da  er  die
Forderungen  der  ohnedieß  schon  betrogenen  Deutschen  unterschreibr,
  eine  Bulle  in  der  Stille  aufsetzt,  daß  ihm  alles  das