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auch  udthig  zu  haben  glaubte,  den  Muth  seiner  Anhänger
durch  eine  ekwas  auffallende  Handlung  zu  beleben.  Auf  jenes
Zeitalter  mußte  auch  der  Muth,  womit  so  etwas  ganz  unerwartet
  Kühnes  ausgeführt  wurde,  sehr  nachdrücklich  wirken.
Die  Gegner  konnten  sehen,  mit  was  für  einem  entschlossenen
Manne  sie  zu  thun  hatten  und  auf  welche  Ertremität  dieser
es  treiben  wollte,  und  der  große  Haufe  seiner  Anhänger  hing
ohnedieß  immer  ganz  von  dem  Ton  ab,  den  ihr  Anfübrer
angab.  Luther  selbst  vertheidigte  sich  in  einer  besondern  Schrift:
„Warum  des  Pabsts  und  seiner  Jüunger  Bücher  von  Dr.  Martin
  Luther  verbrannt  sind,“  und  gibt  hier  die  eben  angegebene
  Ursache  als  den  vorzüglichsten  Beweggrund  an,  warum
er  es  gethan  habe;  außer  dem,  daß  er  noch  dreißig  verabscheuungswürdige
  Sätze  herauszog,  welche  eine  solche  dffentliche
  strenge  Bestrafung  verdienten.

Die  ganze  Sache  hatte  am  Ende  auch  die  Folgen  nicht,
welche  man  anfangs  hätte  fürchten  oder  hoffen  können.  Es
geschah  nichts  weniger,  als  daß  nun  unter  der  neuen  Partie,
die  sich  nach  und  nach  zu  einer  besondern  Kirche  bildete,  aller
  Gebrauch  des  kanonischen  Rechts  aufgehoben  worden  wäre.
Es  waren  zu  viele  Leute  da,  die  nun  einmal  dieses  Recht  gelernt
  hatten,  dieses  Recht  seit  mehreren  Jahren  trieben  und
davon  lebten;  diese,  wenn  sie  auch  sonst  der  Reformation  günstig
  waren,  wehrten  sich  gegen  eine  solche  Alles  stürzende  Neuerung,
  und  weil  man  selbst  auch  im  Jahre  1520  weit  noch
nicht  auf  solche  Folgen  hinaussah,  als  sich  in  den  nächsten
zwanzig  Jahren  entwickelten,  so  behielt  man  ohnedieß  immer
vom  Alten  so  viel  moͤglich  bei.  Es  ging  wie  mit  der  scholastischen
  Philosophie.  Luther  eiferte  sich  müde  gegen  dieselbe,
war  gegen  Aristoteles,  oder  vielmehr  gegen  den  Mißbrauch,
der  mit  Arisioteles  getrieben  wurde,  aufichas  äußerste  aufgebracht,
  und  doch  blieb  aristotelische  Philosophie  selbst  in