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b)  die  Sache  auf  einer  innerhalb  sechs  Monaten  zu  haltenden
  Synode,  oder  auf  einem  Reichstage  ganz  ausgemacht
  sey.

Die  Protestanten  hatten,  so  wenig  dieses  auch  schien,

doch  schon  viel  dadurch  gewonnen.  Bisher  wollte  man  immer,
  sie  sollten  bis  zu  einer  demnächst  zu  haltenden  Synode
die  alte  Religion  wieder  herstellen;  jetzt  wurde  ihnen  doch  erlaubt,
  so  lange  in  statu  quo  zu  bleiben.  Mit  der  Synode
war  es  nun  keine  so  gefährliche  Sache,  denn  man  sah  wohl,
daß  der  Pabst  nicht  so  sehr  damit  eilen  werde;  die  Kostnitzer
und  Baseler  Synoden  hatten  ihn  schüchtern  gemacht,  und  Clemens
  VII.  hatte  unter  allen  Päbsten  am  meisten  nothwendig,
  vor  einer  Synode  sich  zu  fürchten;  wer  konnte  wissen,
ob  die  Synodal-Väter  gut  finden  würden,  daß  ein  Bastard
Haupt  der  Christenheit  seyn  solle!  Aber  eine  gefährlichere
Sache  war  es  mit  dem  Reichstage:  auf  Reichstägen  triumphirte
  gewöhnlich,  wegen  der  Menge  und  wegen  des  Ansehens
des  Kaisers  —  katholische  Meinung;  das  kostete  auch  keine
weitere  Mühe,  einen  Reichstag  zur  Entscheidung  dieser  Sache
zusammenzubringen;  ein  noch  gleichsam  einzig  glücklicher  Umstand
  war  dieser,  daß  der  Pabst  die  Entscheidung  auf  einem
Reichstag  unmöglich  zugeben  konnte,  denn  Religionssachen
sollten  nicht  von  Laien  behandelt,  nicht  von  Laien  entschieden
werden,  sondern  gehörten  einzig  vor  den  Pabst  und  seine
Synode.

Ein  wichtiger  Schritt  war  also  gewonnen  —  tempeoräre
  Duldung,  und  gleich  die  folgenden  Zeiten  zeigten,
daß  dieser  kemporären  Duldung  ein  Ziel  gesetzt  worden  sey,
das  ewig  nicht  werde  erreicht  werden.  Der  Pabst,  gedrungen
vom  Kaiser,  schickte  zwar  an  den  Kurföürsten  von  Sachsen
einige  Präliminar-Artikel  wegen  der  künftigen  Synode.  Aber
schon  diese  Präliminar-Artikel  gaben  Stoff  genug  zu  Ercep-