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Melanchthons,  der  zweite  wichtigere  Theil  von  der  Lehre  hinzugethau;
  im  Jahre  1552.

1553  erschien  Georgs  Markgrasen  von  Brandenburg
Ordo  Eccl.  in  Principatu  suo  et  pupilli  Alberti,  Casimiro
fratre  geniti,  Hranconico  s.  in  Burggrav.  Norimberg.
Zuvor  war  er  mit  der  Stadt  Nürnberg  übereingekommen,  daß
die  Ordnung  auch  in  ihrem  Gebiete  gelten  sollte.  5)  Diese
enthält  fast  gar  nichts  von  eigentlicher  kirchlicher  Einrichtung,
sondern  meistens  bloß  Dogmatik  und  Ermahnungen.  Brenz
ist  einer  der  Hauptverfasser.  Man  hat  an  vielen  Orten  diese
Nürnbergische  Kirchen-Ordnung  zum  Muster  genommen,
und  sich  darnach  gerichtet.  3.  B.  im  Anfang  der  pfälzischen
Reformation  nahm  man  sehr  viel  aus  derselben  in  die  1543
herausgekommene  pfälzische  Kirchen-Orbnung.  Auch  bei
den  österreichischen  Kirchen-Agenden,  welche  David  Chyträus
  1571  abgefaßt,  wurde  sie  zum  Grund  gelegkt,  und  noch
vorher  wurde  sie  hauptsächlich  auch  bei  der  Kölnischen  Reformation
  4533  gebraucht.

4335  ward  die  pommersche  Kirchen-Ordnung  erlassen,
  bei  welcher  größtentheils  die  Wirtenbergische  zum  Grund
gelegt  wurde.  Das  Jahr  zuvor  beriefen  die  Herzoge  Barnim
und  Philipp  einen  allgemeinen  Landtag  nach  Treptow,  und
nachdem  hier  die  Städte  und  Klbster  ihre  Einwilligung  zur
Reformation  gegeben  hatten,  so  wurde  die  von  Dr.  Bugenhagen
  aufgesetzte  Kirchen-Ordnung  publicirt.  Es  ereigneten  sich
in  der  Folge  viele  Veränderungen  mit  derselben.  Schon  1556
wurde  sowohl  auf  einem  Landtage,  als  auf  einer  Synode  der
Geistlichen  die  Erneuerung  und  Verbesserung  dieser  Kirchen-Ordnung
  beschlossen.  Ein  paar  Geistlichen  wurde  aufgegeben,
diese  veränderte  Kirchen-Ordnung  abzufassen.  Ihr  Aufsatz

I)  Seckendorff  Hist.  Luther.  L.  UI.  fol.  71.